Schwarzmarkt für Zigaretten wächst wieder

Akzisen steigen, Grenzpolizei ist unterbesetzt

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Mehr als 100 vermutliche Schmuggler von Zigaretten, alkoholischen Getränken und Kaffee, die in sieben Banden organisiert und in 12 Landeskreisen tätig waren, wurden Montag vorübergehend festgenommen und verhört. Während der Ermittlungen der DIICOT-Staatsanwaltschaft wurden mehrere Verdächtige nach Deva gebracht und dort vernommen.
Foto: Agerpres

Bukarest (ADZ) - Der Schwarzmarkt für Schmuggelzigaretten hat in den letzten beiden Monaten wieder zugelegt und im November 15 Prozent Marktanteile erreicht. Im September war der Anteil der illegalen Zigaretten an dem gesamten rumänischen Markt auf 11,8 Prozent gesunken. Wie eine Studie der Marktforschungsgesellschaft Novel Research belegt, war der Zigaretten-Schwarzmarkt seit seinem Rekordhoch im Januar 2010 (36,2 Prozent) bis Mitte dieses Jahres kontinuierlich gesunken.

Vertreter der Zigarettenindustrie führen die erneute Zunahme des Schwarzmarkts hauptsächlich auf die steigenden Akzisen zurück – mehr als drei Prozentpunkte binnen nur zwei Monaten. Gilda Lazăr von JTI Romania erinnerte auch an den unbegrenzten Einfallsreichtum der Schmuggler. Zigaretten würden über die grüne Grenze unter anderem inzwischen auch mit Hilfe von Gleitfliegern oder unter Wasser geschmuggelt. Ferner sei die Grenzpolizei mittlerweile wegen Personal- und Budgetreduzierungen oft überfordert.

Auch seien neue Schmuggelrouten vor allem für Billigzigaretten entstanden, und zwar aus Griechenland nach Rumänien, wobei ein Teil der Ware weiter nach Westeuropa befördert würde, sagte Gilda Lazăr. Bislang kamen die meisten illegalen Zigaretten aus der Moldau, Ukraine und aus Serbien. Die Tabakindustrie hofft, dass die rumänischen Behörden diese Zunahme des Zigarettenschmuggels unterbinden können.

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