Schweizer Franken wertet weiter auf

Zahlungsaufschub mögliche Hilfsmaßnahme

Dienstag, 20. Januar 2015

Bukarest (ADZ) - Der Schweizer Franken hat nach dem außergewöhnlich starken Zuwachs vom vergangenen Donnerstag am Freitag gegenüber Lei und Euro weiter zugelegt. Die Nationalbank (BNR) legte am Freitag den Kurs bei 4,4228 Lei pro Franken fest – 2,2 Prozent über dem Kurs von Donnerstag. Ein weiter steigender Trend zeichnete sich auch am Montag ab: Die BNR gab am frühen Nachmittag einen Kurs von 4,4716 Lei bekannt – 1,1 Prozent mehr als am Freitag. Gleichzeitig sank der Euro um 0,77 Bani auf 4,5018 Lei und der Dollar sank ebenfalls leicht auf 3,8815 Lei.

Nach Gesprächen mit Vertretern der BNR erläuterte Finanzminister Darius Vâlcov am Freitagabend, dass die Gewährung eines Zahlungsaufschubs sowie bankinterne Maßnahmen mögliche Lösungen für Kreditkunden seien, die von der starken Aufwertung des Schweizer Franken betroffen sind. Vâlcov erklärte, dass es sich lediglich um 75.000 Privatpersonen handelt, die Kredite in Franken haben (in früheren Angaben war von mehr als doppelt so vielen die Rede) und 90 Prozent dieser konzentrieren sich auf sechs Banken. Der Finanzminister erinnerte daran, dass seit dem Sommer die Eilverordnung Nr. 64 in Kraft ist, die Kreditnehmern mit geringem Einkommen einen Zahlungsaufschub ermöglicht, und dass anhand dieser Regelung das Problem angegangen werden kann.

Die ungarische OTP-Bank gab ihrerseits bekannt, ihren Kunden für drei Monate die Ratenzahlungen zu erleichtern.

Kommentare zu diesem Artikel

Güntter, 22.01 2015, 00:26
Also ich lese seit ca. einem Jahr mehrmals wöchentlich die ADZ online. Ist eine sehr gute Informationsquelle wenn man nicht direkt vor Ort ist.
Viele Artikel, die sich vor allem mit Rumänien befassen, werden permanent lückenlos von einigen Menschen begleitet, die zu allem ihren Senf dazu geben (müssen).
Gibt es irgendein Thema, irgendeine Notiz zu der nicht sofort die immer gleichen Plattitüden der Herren Sraffa und Konsorten erscheinen? Irgendeine kleine Meldung die mal NICHT kommentiert wird?
Wäre mal sehr erholsam.
Ottmar, 21.01 2015, 00:57
Kleine Anmerkung für Helmut aus der Wirtschaftskunde. Wechselkurs heißt deswegen Wechselkurs weil die paritätischen Beziehungen von Währungen sich zu einander wechseln können.
Obwohl Parität für festes Umtauschverhältnis steht aber die Realität ist jede Politik ändert die Paritäten oder kann sie ändern. Einseitig oder auch beidseitig (paritätisch). Das müsste Rumänen aber bekannt sein denn seit 25 Jahren ändert sich die Parität des RON zu allen wichtigen Währungen immer in absteigende Richtung.
Manfred, 20.01 2015, 23:59
Stimmt,sraffa!Helmut!Wer in D nimmt einen Fremdwährungskredit auf?Der Normalbürger sicher nicht.Das z.B. in RO auch Mobilfunkverträge auf Basis Fremdwährung abgeschlossen werden,ist auch nicht normal,oder?Schuld sind wie immer nur die Anderen.
Ottmar, 20.01 2015, 23:22
Helmut du Dummschwätzer. Banken haben sehr wohl drauf hingewiesen, dass der Wechselkurs Ron zu CHF sich wechseln kann. Wer Zahlen aber nicht interpretieren kann, weil er in der Schule nur abgeschrieben hat weis nicht dass bei 10 % Wechselkursänderung auch 10% mehr zurück zu zahlen sind. Die Mehrheit der CHF-Kredite wurden 2008 unterzeichnet Kurs 2,61 Ron für 1 CHF . Jetzt sind es 4,44 RON für 1 CHF .Das weiß jedes Kind dass so ein Risiko vorhanden ist. Wenn die Rumänen gut gewirtschaftet hätten wäre der Kurs RON – CHF vielleicht sogar günstiger geworden z.B. 2 RON für 1 CHF. Ja nur Rumänen arbeiten nicht und von stehlen gibt es allgemein Verluste. Jetzt kosten halt 100 000 Franken 444 000 RON anstatt 261 000 RON. Fazit Jeder Rumäne hat bei einem Kredit von 100 000 zum Zurückzahlen 183 000 RON mehr zubringen. Ich kenne eine Bankchefin einer Bankfiliale, die auch so einen CHF Kredit gezeichnet hat. Das sagt doch alles über Rumäniens Dummheit aus. Und Dummheit gehört bestraft. Das soll aber nicht die Allgemeinheit leisten sondern nur die Dummen, die meinten Kredite mit 2 % billigeren Zinsen abzuschliessen.
Helmut, 20.01 2015, 21:21
Frankenkredite wurden von den rumänischen Banken(nicht nur in Rumänien) ,ohne genaue Information/Beratung über die Risken, den Kreditnehmern gewährt.Es wird notwendig sein,dass sich die Kreditnehmer wehren und auf diesen Umstand hinweisen.Die Banken müssen dazu gezwungen werden ein Teil der Kosten selbst zu übernehmen.
Sraffa, 20.01 2015, 18:53
Zu hohe / zu niedrige Zinsen und versprochene Hohe Erträge im Vergleich zum "Marktdurchschnitt" sind alles Indikatoren dafür daß ein hohes Risiko eingegangen wird. Diesen Satz müssen sich alle über das Bett hängen dann gibt es auch keine Enttäuschungen. Irgendwelche Hilfen hinterher sind Geschenke der Allgemeinheit.

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