Schweizer Morphiumlieferant lässt Krebspatienten hängen

Staat macht 750.000 Lei aus Reservefonds locker

Samstag, 25. Februar 2012

Bukarest (ADZ/Mediafax) - 750.000 Lei aus Staatsreserven hat die Regierung bereitgestellt, um den auf dem rumänischen Markt überraschend aufgetretenen Mangel an morphiumbasierten Schmerzmedikamenten für die Behandlung von Onkologiepatienten aufzufangen. Staatssekretär Vasile Cepoi aus dem Gesundheitsministerium informierte auf einer Pressekonferenz, dass die schweizerische Lieferfirma Mundifarma zunächst gegenüber der rumänischen Krankenkasse CNAS versichert hatte, die aktuell stattfindende Umstrukturierung des Unternehmens werde keine Auswirkungen auf die Belieferung nach Rumänien haben.

Dennoch trat nun für eine Zeitspanne von 10 bis 15 Tagen ein akuter Lieferengpass an opiatbasierten Schmerzmitteln auf. Die von der Regierung bereitgestellte Summe reicht aus, um die Versorgung der im Januar gezählten, etwa 10.000 betroffenen Krebspatienten für einen Monat lang abzudecken.
Die Ursache für die Restrukturierung, so Mundifarma in einem Schreiben an die rumänische Regierung, seien erhebliche Schwierigkeiten bei der Geschäftsabwicklung auf dem rumänischen Medikamentenmarkt, die mit einem zunehmenden finanziellen Risiko für die Firma einhergingen,  sowie unzumutbare Steuererhöhungen.

Kommentare zu diesem Artikel

Helmut, 25.02 2012, 19:35
Ein echtes BRAVO für die Regierung,diese Reaktion war vollkommen richtig.

Diese Schweizer sind echte Finanzhaie und man sollte schnellstens einen neuen Vertragspartner suchen.
Es ist eine Schweinerei ,daß diese Gauner jetzt Schwerkranke Menschen in Stich lassen wollen nur weil sie plötzlich Glauben zu wenig zu verdienen.Für Geld gehen diese Figuren über Leichen.

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