Schwere Plagiatsvorwürfe gegen Regierungschef

Victor Ponta: „Lediglich Vorwand für einen Politkrieg“

Mittwoch, 20. Juni 2012

Bukarest (ADZ) - Regierungschef Victor Ponta sorgt für internationale Negativ-Schlagzeilen: Die angesehene „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und das Wissenschaftsmagazin „Nature“ berichteten am Montagabend in ihren Online-Ausgaben, dass sich Ponta des Plagiats verdächtig macht – weite Teile seiner Doktordissertation seien abgekupfert.

„Ein Vergleich der Texte, die der FAZ im Faksimile vorliegen, ergibt, dass ganze Abschnitte von Pontas Dissertation über den Internationalen Strafgerichtshof (2003) aus unterschiedlichen Quellen nahezu wortwörtlich übernommen wurden“, berichtete die FAZ. FAZ und „Nature“ zufolge, soll Ponta aus Arbeiten der Rechtswissenschaftler Dumitru Diaconu und Vasile Creţu sowie aus einem 1998 in der „România liberă“ erschienenen Artikel abgeschrieben haben. Doktorvater war der wegen Korruptionsdelikten vor Gericht stehende Ex-Premier Adrian Năstase. 

Der Vorsitzende des Rates für die Anerkennung akademischer Diplome (CNATDCU), Prof. Dr. Marius Andruh, sagte gegenüber der heimischen Presse, die Beweise für das Plagiat seien „überwältigend“. Der angeschlagene Ministerpräsident erklärte indes, der Eklat sei von Staatschef Traian Băsescu und Ex-Bildungsminister Daniel Funeriu angezettelt worden, es handele sich bloß um einen „Vorwand für einen Politikrieg“. Er werde nicht zurücktreten und trotzdem zum EU-Gipfel reisen.

Kommentare zu diesem Artikel

Victoras, 21.06 2012, 13:09
1.Premier Ponta hat beim Amtsantritt die rechtschaffenste Regierung versprochen.
2.Plagiat dürfte selbst in Rumänien Rechtsbruch und kein Kavaliersdelikt sein.
Merke: ab abusu usum non valet consequentia
(oder: kein Recht im Unrecht).
Diese Affäre befindet sich erst am Anfang.
Helmut, 20.06 2012, 15:58
Jetzt haben sie endlich etwas entdeckt ,was diesen tüchtigen und erfolgreichen Premierminister Schaden könnte.Herr Basescu und seine Handlanger sollen sich aber nicht zu früh freuen.Was ist geschehen:Herr Ponta hat bei seiner Doktorarbeit alle übernommen Quellen angegeben,er hat nur die einzelnen Passagen nicht nochmals gekennzeichnet.Vielleicht war dies ein Fehler,aber es stellt sich schon die Frage warum der Nochpräsident und seine Handlanger gerade jetzt mit diesem Vorwurf an die Öffentlicjkeit treten.Da es ihnen im Prinzip vollkommen egal ist ob er diese genaue Kennzeichnung durchgeführt hat oder nicht.Diesen Leuten geht es nur darum Herrn Ponta anzuschwärzen und ihm und der USL zu Schaden,da sie jetzt merken ,dass sich die rumänische Bevölkerung nicht mehr länger von ihnen belügen und betrügen lässt.Damit wollen sie von den wahren Problemen ablenken um weiterhin ihre persönlichen,finanziellen Interessen zum Schaden Rumänienes sichern. Sollte der Fehler wirklich so gravierend sein wäre es das beste wenn Herr Ponta seinen Doktortitel, wegen formaler Fehler ,zurück legt.Ob mit oder ohen Titel, die erfolgreiche Arbeit für Rumänien soll und wird er auch in Zukunft zum Wohle Rumäniens weiterführen können. Im kommenden Wahlkampf werden sicher noch einige Verleumdungen und Lügen von Seiten der jetzigen, total zerstrittenen Opposition kommen.Etwas anderes können sie ja nicht bieten.Herr Ponta und die USL soll sich aber von solchen Dingen nicht ablenken lassen und die begonnene, gute, Arbeit unbeirrt fortsetzen.Die Rumänen werden bei den kommenden Wahlen die Personen an ihren Taten und nicht nach ihren Titeln beurteilen.
es ist auch sehr Interessant, dass die Veröffentlichenung dieser Vorwürfe in zwei ausländischen Zeitungen erfolgte,auch dies zeigt welche Geisteskinder dahinter stecken.
Saubere,ordentliche rumänische Politiker hätten auch diese Unklarheiten, in der Dissertation, an eine Zeitung in Rumänien weiter geben können.
NS.Vielleicht sollte man jetzt sämtliche Doktorarbeiten aller rumänischen Politiker,Wissenschaftler,etc.überprüfen lassen.
Auch wäre es einmal sehr interessant zu wissen,wie Herr Basescu sein Kapitänspatent erhalten hat und mit welchen Prüfungsergebnissen.Aber wahrscheinlich sind diese Unterlagen ,wie vieles ,verschwunden.

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