Schwierigkeiten mit den Nutztiermärkten

Wegen Krankheiten im Grenzraum gibt es zunehmend Beschränkungen

Donnerstag, 29. September 2016

Reschitza - Am Sonntag soll der traditionelle bäuerliche Jahrmarkt für Nutztiere in Răcășdia bei Orawitza steigen, der „Herbstmarkt“ (es gibt auch einen „Frühjahrsmarkt“ im Mai). Doch bis zur Stunde, als dieser Beitrag geschrieben wurde, war ungewiss, ob er tatsächlich stattfinden wird. Die Mobilität der Nutztiere, und vor allem der Rinder, steht unter ständiger Beobachtung, sowohl im Inland, als auch an den Grenzen, weil im Raum außerhalb der EU die Rotlaufseuche grassiert. Man fürchtet deren Ausbreitung auf die EU.

„Wir hoffen am Sonntag auf genau so viele Ausstellende, Kaufwillige und Besucher wie im Frühjahr und in anderen Jahren“, sagt der Bürgermeister von Răcășdia, Mirco Lechici, der gemeinsam mit dem ortsansässigen Rinderzüchterverband und der Landwirtschaftskammer den Jahrmarkt organisiert. „Wir sind uns schon der Gefahren bewusst, denen wir die Rinder aussetzen wegen der hochansteckenden Rotlaufseuche, die südlich der unweit vorbeifließenden Donau grassiert. Deshalb müssen wir in diesem Jahr gewisse Restriktionen für die Kühe beachten, die in unserem Raum immer den Großteil der Nutztiere beim größten Jahrmarkt des Banater Berglands stellten.“

Bei der Direktion für Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit DSVSA ist unlängst mit dem Zoll eine Vereinbarung abgeschlossen worden. Seither arbeiten an der Seite der Zöllner und Grenzpolizisten beim Grenzübergang Naidăș-Kaluderovo und im Hafen Neumoldowa auch Tierärzte, die auf Zeit dorthin versetzt wurden und Dienst tun rund um die Uhr. „Ihre Aufgabe besteht darin, sämtliche Fahrzeuge und Schiffe zu überprüfen sowie die damit transportierten Nutztiere, aber auch Lebensmittel tierischen Ursprungs, welche die Grenze Richtung Rumänien überschreiten“, erklärt Dorin Imbrea, der stellvertretende Leiter der DSVSA. „Wir müssen das Menschenmögliche tun, das Auftauchen der Rotlaufseuche zu verhindern. Denn springt sie aufs Banater Bergland über, ist sie auch in ganz Rumänien präsent. Die Rotlaufseuche wütet in Bulgarien und in Serbien und in den südlichen Nachfolgestaaten Jugoslawiens und sie ist bisher nicht unter Kontrolle gebracht. An der Grenze werden sämtliche tierische Produkte beschlagnahmt und anschließend zentral verbrannt. Tiertransporter, auch wenn sie leer die Grenze überschreiten, werden in Quarantäne gehalten und desinfiziert. Selbst wenn sie über die nötigen Papiere verfügen, die ihre vorherige Desinfektion bestätigen. Auch mit der Schifffahrtsautorität arbeiten wir zusammen. Allerdings haben bisher keine Schiffe, die Lebendtiere transportieren, im Hafen Neumoldowa angelegt.“

Die Restriktionen, einschließlich für die Überschreitung der serbisch-rumänischen Grenze mit Lebensmitteln tierischen Ursprungs im Gepäck, gelten einstweilen bis Ende November.

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