Seit 25 Jahren kommt Hilfe aus Aachen

Partnerschaft zwischen katholischen Gemeinden gefeiert

Mittwoch, 17. Juni 2015

Die Partner aus Aachen beteiligten sich an einem Gottesdienst in Karansebesch. Ein Ehrendiplom zum 25. Partnerschaftsjubiläum gab es danach im Bürgermeisteramt.
Foto: Astrid Weisz

Karansebesch - Ein Viertel Jahrhundert – so lange schon arbeitet die römisch-katholische Gemeinde aus Karansebesch/Caransebeş mit den Aachener katholischen Pfarren Franziska von Aachen mit St. Andreas und Hl. Kreuz, St. Heinrich sowie St. Martinus zusammen. Jährlich kommt Unterstützung aus Aachen. Als „Rumänien-Aktion Aachen Nordwest“ fährt man seit 25 Jahren ins Banat, um zu helfen. Vor Kurzem wurde diese Partnerschaft in Karansebesch gefeiert.

„Zu Beginn kam die humanitäre Hilfe, die hier so nötig war – in die sozialen Brennpunkte, in die Kirche, in Kinder- und Altenheime. Die Hilfstransporte haben im Laufe der Jahre zwar abgenommen, aber wir haben einige guten Projekte aufgestellt, die sich weiter tragen“, sagte Rolf Igel, eines der 17 Vereinsmitglieder der „Rumänien-Aktion Aachen Nordwest“. Die Hilfe kommt nun vor allem dem Caritas-Verband in Temeswar und dessen Außenstelle in Karansebesch zu Gute. „In den letzten zehn Jahren hat sich die Unterstützung mehr auf Hauskrankenpflege fokussiert. In diesem Bereich unterstützt uns die Gruppe aus Aachen gemeinsam mit der Gemeinde und dem Bürgermeisteramt Karansebesch“, sagte Herbert Grün, Geschäftsführer der Caritas Temeswar.

Zwei Krankenschwestern und zwei Pflegekräfte leisten in Karansebesch unter der Leitung der Franziskanerinnen Hilfe in der medizinischen und sozialen Betreuung von ungefähr 60 allein lebenden oder von Angehörigen betreuten Senioren und Kranken. Unterstützung kommt auch für die Kinder aus den sozialen Brennpunkten von Karansebesch – Balta Sărată, Pipirig und Nord, die unter für Westeuropäer unvorstellbaren sozialen Bedingungen leben müssen. In der Grundschule 7 sowie in der Schule Balta bietet die Caritas Karansebesch bedürftigen Schülern täglich ein warmes Mittagessen an. Anschließend werden die Kinder bei der Erledigung der Hausaufgaben betreut. Darüber hinaus werden regelmäßig Hilfstransporte aus Deutschland organisiert. Die Unterfangen werden großteils über Spenden, die aus Aachen und Umgebung stammen, finanziert.

(Nach einer Dokumentation von Astrid Weisz, Radio Temeswar)

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