Senatorsöhnchen Vizepräfekt – ärgste öffentliche Befürchtungen bestätigt

Donnerstag, 19. März 2015

Reschitza/Bukarest – Auf der Regierungssitzung vom letzten Mittwoch ist eine der ärgsten Befürchtungen der Öffentlichkeit des Banater Berglands bestätigt worden: Petrică-Ionuţ-Sebastian Purec, der Sohn des Wendehalssenators Ion Simeon Purec, ist von der Regierung „mit zeitweiligem Charakter”, durch „Versetzung unter Gesetzesbedingungen”, ab Donnerstag, dem 19. März, zum Vizepräfekten des Verwaltungskreises Karasch-Severin ernannt worden. Damit hangelt sich, im Schlepptau des seine Position als Senatsmitglied skrupellos ausnutzenden Vaters, der Sohn die Karriereleiter weiter hoch.

Allein seit Mitte vergangenen Jahres hat Papa Purec von Bukarest aus das Söhnchen zuerst zum Leiter der Agentur für Umweltschutz Karasch-Severin gemacht, wobei dessen einzige Qualifizierung dazu eine, ebenfalls vom Väterchen vermittelte, halbwöchige vorherige Anstellung bei der Agentur war. Und jetzt, als das Postenkarussell in der Präfektur ins Rollen kam durch die Ernennung des amtierenden Präfekten Silviu Hurduzeu zum Staatssekretär im Kommunikationsministerium, dem sein ehemaliger Klassenkollege aus Karansebesch/Caransebeş, Sorin Grindeanu, neuerdings vorsteht, machte der letztens zur Partei des Vizepremiers Gabriel Oprea gehörende Senator Ion Simeon Purec (nach Stationen in der PSD und in der PPDD) an „entsprechender Stelle Druck” und hievte seinen Sohn auf den freigewordenen Vizepräfektenposten.

Der Beamtenapparat der Regierung verzeichnete den Vorgang zwar fälschlicherweise unter dem Namen eines gewissen Petrică-Ionuţ-Sebastian Purice – aber das spielt weiter keine Rolle und ist korrigierbar: mit Sicherheit handelt es sich um den für alles qualifizierten Senatorensohn, denn der hat Donnerstag Vormittag das geräumte Büro von Nicolae Miu-Ciobanu bereits besetzt, welcher durch den Abgang vom Präfekt Hurduzeu nach Bukarest ins Präfektenbüro in Reschitza/Reşiţa umgezogen ist.

Einzige Grundlage dieser Vorgänge: ein Geheimübereinkommen zwischen der auf höchster Ebene wackelnden Regierungspartei PSD mit ihrem Regierungspartner, der notorischen Wendehalspartei UNPR des Viersternegenerals Gabriel Oprea (ein Ex-Bodyguard des Führers der Bergarbeiterstürme auf Bukarest, Miron Cozma, der selbst eine ungewöhnlich fulminante Militärkarriere hinlegte) und Regierungschef V.V.Ponta, der jederlei Kompromisse eingeht, nur um sich an die Regierung festklammern zu können.

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