Senkung der Lohnabgabe um 5 Prozent wahrscheinlich

Premier rechnet mit 3,2 Prozent Wachstum im ersten Quartal

Mittwoch, 30. April 2014

Bukarest (ADZ) - Aufgrund der guten Haushaltsdaten für das erste Semester können Premierminister Victor Ponta zufolge noch in diesem Jahr die Lohnabgaben auf der Arbeitgeberseite um fünf Prozent gesenkt werden. Im Rahmen einer Konferenz am Montag erklärte der Premier, dass diese Maßnahme zu positiven Auswirkungen in der Wirtschaft führen könnte. Er gab zwar keinen genauen Termin an, veranschlagte aber für das zweite Halbjahr des Jahres um 2,6 Milliarden Lei kleinere Haushaltseinnahmen als Folge der Maßnahme, die jedoch aus Mehreinnahmen und Ausgabenkürzungen an anderen Stellen gedeckt werden. 

Laut Mediafax werden vor allem aus der Immobiliensteuer für baulichen Anlagen, die als Sonderausführungen gelten (rum. construcţii speciale), und die bisher von dieser ausgenommen waren, mehr Einnahmen erwartet. Der Finanzministerin und dem Budgetminister zufolge würden die Einkünfte die im Haushalt veranschlagten 488 Millionen Lei um mindestens das  Zwei- bis Dreifache übersteigen.

In einer Fernsehsendung am Montagabend erklärte Victor Ponta auch, dass die Verringerung der Mehrwertsteuer in diesem Jahr sehr schwer zu realisieren sei, er aber hoffe, dass ab 1. Januar nächsten Jahres diese für Gemüse und Früchte verringert werden kann. Optimistischer zeigte sich der Premier betreffend des Wirtschaftswachstums im ersten Quartal. Die bisher vorliegenden Daten deuten auf ein Wachstum von 3,2 Prozent hin, so Ponta.

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 02.05 2014, 02:14
Ja - an den Lohnkosten liegt es sicherlich nicht, dass die Wirtschaft nicht vom Fleck kommt.
Die Regierung müsste eigentlich um jeden Lei froh sein, den sie in die Infrastruktur investieren könnte. Aber mit Steuersenkungen glaubt man Wähler und Macht für sich gewinnen zu können. Investitionen in Bildung wären erst sinnvoll, wenn es ein echtes Bildungskonzept geben würde.
Was die rumänische Elite aus den Ereignissen lernen könnte, wäre, wie explosiv in Osteuropa die Bevölkerung auf Missstände reagiert. Die Wahlbeteiligung wird im Mai sicherlich alarmierend niedrig sein. Und dann sitzen in Brüssel Vertreter ohne Volk.
Manfred, 30.04 2014, 19:54
Steuersenkungen dieser Art sind verantwortungslos,die Lohnkosten sind in RO in der EU am ganz unteren Ende.Für das Gesundheitswesen,die Bildung,den Straßenbau etc. ist kein Geld da,viele dort Beschäftige arbeiten lieber im Ausland...Dort wären Überschüsse besser aufgehoben.

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