Serben und Tschechen mehrheitlich für Ponta

Johannis siegte in sechs der acht Städte des Banater Berglands

Mittwoch, 19. November 2014

Reschitza – Während das Wahlbüro des Verwaltungskreises Karasch-Severin sich weiterhin weigert, die Wahlergebnisse vom Sonntag im Detail den Medien bekanntzugeben und sich darauf beruft, dass dies Aufgabe des Zentralen Wahlbüros in Bukarest sei, haben die Medien die Ergebnisse der Parallelzählungen der Vertreter der beiden Präsidentschaftskandidaten erhalten. Und die sind in der Regel sehr verlässlich, da man sich gegenseitig strengstens auf die Finger schaut. Als erste haben die Vertreter der ACL ihre Parallelzählung öffentlich gemacht, und sie stimmt weitgehend mit der PSD-Parallelzählung überein. Sie verkündeten, dass im städtischen Raum des Banater Berglands 84.239 Bürger gewählt haben und dass hier 1377 Wahlzettel für ungültig erklärt werden mussten. Für Victor Viorel Ponta stimmten 38.201 Wähler (45,36 Prozent), für Klaus Werner Johannis 46.038 (54,65 Prozent).

Aufgeschlüsselt auf die Städte des Banater Berglands sieht das Endergebnis der Stichwahl vom vergangenen Sonntag folgendermaßen aus: Reschitza: 21.477 Stimmen (56,29 Prozent) für Johannis, 16.679 (43,71 Prozent) für Ponta; Karansebesch: 8284 (60,05 Prozent) für Johannis und 5512 (39,95 Prozent) für Ponta; Anina/Steierdorf: 1894 (52,82 Prozent) für Johannis und 1692 (47,18 Prozent) für Ponta; Bokschan: 4532 (56,27 Prozent) für Johannis und 3522 (43,73 Prozent) für Ponta; Herkulesbad: 1687 (51,59 Prozent) für Johannis und 1583 (48,41 Prozent) für Ponta; Ferdinandsberg: 2917 (51,57 Prozent) für Johannis und 2739 (48,43 Prozent) für Ponta. Die einzigen Städte des Banater Berglands, die PSD-„Rot“ gestimmt haben, sind Neumoldowa (3458 = 58,01 Prozent – für Ponta und 2503 = 41,99 Prozent für Johannis) und Orawitza (Ponta: 3016 – 52,36 Prozent, Johannis 2744 – 47,64 Prozent).

Selbst auf dem Land, im Banater Bergland eine besonders konservative Gegend, stimmten 81.501 Bürger für Johannis (51,90 Prozent) und 75.539 (48,10 Prozent) für Ponta. Allerdings entschied Ponta die Stichwahl in 37 Gemeinden für sich, Johannis in 32 – die aber bevölkerungsreicher sind und auch eine massivere Wahlbeteiligung aufgewiesen haben. Die höchsten Wahlergebnisse erzielte V.V. Ponta in der Tschechengemeinde Gârnic (80,43 Prozent), in Cărbunari (77,54 Prozent), Lăpuşnicel (77,00 Prozent), Marga (75,89 Prozent), in der Serbengemeinde Socol/Sokolarac an der Donau (73,82 Prozent) und in der ebenfalls mehrheitlich von Serben bewohnten Gemeinde Pojejena (71,68 Prozent), dem traditionellen Nest der Schmuggler beim Eingang zum Donauengpass beim Eisernen Tor. Klaus Werner Johannis erzielte Spitzenergebnisse in Weidenthal/Wolfsberg (75,18 Prozent), in Glimboca (71,49 Prozent), Fârliug (70,91 Prozent), in der Kroatengemeinde Lupak/Lopac (70,79 Prozent) und in Zorlen]u Mare (70,29 Prozent.

Die 37 „Ponta“-Gemeinden des Banater Berglands sind, in der Reihenfolge des rumänischen Alphabets: Armeniş, Băuţar, Berlişte, Berzasca, Bozovici, Buchin, Bucoşniţa, Cărbunari, Ciclova Română/Rumänisch-Tschiklowa, Ciuchici, Ciudanoviţa, Copăcele, Cornereva, Coronini, Dalboşeţ, Domaşnea, Gârnic, Goruia, Iablaniţa, Lăpuşnicel, Lăpuşnicu Mare, Marga, Mehadia, Naidăş, Obreja, Pojejena, Prigor, Rusca Montană/Ruskberg, Sasca Montană/Deutsch-Saska, Socol, Şopotu Nou, Teregova, Ticvaniu Mare, Vărădia, Vermeş, Vrani und Zăvoi.
Die 32 Gemeidnen, die mehrheitlich für Johannis gestimmt haben, sind: Bănia, Berzovia, Bolvaşniţa, Brebu, Brebu Nou-Weidenthal/Wolfsberg, Kraschowa/Caraşova, Constantin Daicoviciu, Cornea, Doclin, Dognatschka, Eftimie Murgu, Ezeriş, Fârliug, Forotic, Glimboca, Grădinari, Luncaviţa, Lupac, Moritzfeld/Măureni, Mehadica, Eisenstein/Ocna de Fier, Păltiniş, Ramna, Răcăşdia, Sacu, Sicheviţa, Slatina Timiş, Târnova, Topletz, Turnu Ruieni, Franzdorf/Văliug und Zorlenţu Mare.

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