Sicherheit für Kurstädtchen Lippa

Wieder Aufschwung in den letzten zehn Jahren

Freitag, 30. März 2012

Die Hauptstraße des Städtchens Lippa, links mit Rathaus
Foto: Zoltán Pázmány

Lippa – Im Laufe eines Jahres soll das Arader Städtchen Lippa/ Lipova zur sichersten Stadt des Kreises Arad werden: Das erhofft sich Bürgermeister Marius Florin Jurcă (PDL) durch die Einführung eines modernen Überwachungssystems . Die 59 Video-Kameras sollen von der damit beauftragten Firma Backup Technology an allen bedeutenden städtischen Standorten, besonders in der Nähe der Schulen, Kindergärten und öffentlichen Institutionen angebracht werden.

Dieses Monitoring-Projekt – im Vorfeld wurde eine Befragung der Einwohner durchgeführt und eine fachgerechte Studie erarbeitet – soll im Rahmen des Regionalen Operationsprogramms POR mit einer großzügigen Finanzierung von insgesamt 731.597 Lei durchgeführt werden. Hauptziele dieses Vorhabens sind die Schaffung von mehr Sicherheit auf den Straßen und Plätzen der Stadt wie auch im Straßen- und Fußgängerverkehr. Gleichzeitig möchte man dabei der Stadtpolizei eine wichtige Unterstützung gewähren, zu einer starken Reduzierung der Straßendelinquenz und vor allem der ansteigenden Jugendkriminalität beitragen.

Die 700 Jahre alte Kleinstadt an der Marosch – die Stadt liegt, 34 Kilometer von der Kreishauptstadt Arad entfernt, am linken, die eingemeindeten Teile Radna und Schoimosch am rechten Flussufer – vor der Wende noch einer der bekanntesten Kurorte des Landes, hat nach einem starken wirtschaftlichen Rückgang von einem Jahrzehnt durch neue Investitionen, aber vor allem durch die kontinuierliche Umsetzung von EU-Projekten neue Wege für die Zukunft geschaffen.

Die Stadt, die heute knapp über 11.000 Einwohner zählt, hat es geschafft, reihum ihre großen und lange Jahre ungenützten touristischen Attraktionen wiederzubeleben: So den in der Westregion einzigartigen Türkenbasar (aus der zweiten Periode der Türkenherrschaft 1613-1718), das Franziskanerkloster (1551) und die Basilika Maria Radna, die Schoimosch-Festung (1278). Das heruntergewirtschaftete Kurbad wurde nach seiner Privatisierung 1998 saniert und modernisiert. Hier werden derzeit desgleichen täglich etwa 1,5 Millionen Liter des weiterhin geschätzten Lippaer Mineralwassers (die Quelle wurde im 16. Jahrhundert zufällig von einem Schafhirten entdeckt, wird erzählt) abgefüllt.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*