Sicherheitszwischenfall am Flughafen

Mit Flughafenfahrzeug nach Deutschland fahren

Freitag, 27. April 2018

Hermannstadt - Ein Sicherheitsvorfall am Internationalen Flughafen in Hermannstadt/Sibiu ereignete sich am 22. März und kam anlässlich einer Sitzung des Hermannstädter Präfekturkollegiums am Mittwoch an die Öffentlichkeit. Offiziell meldete die Flughafenleitung, dass am Tag des Zwischenfalls zwei Personen, ein Erwachsener im Alter von 34 Jahren und ein Kind im Alter von 12 Jahren, beide aus Großau/Cristian, über den Zaun des Flughafens in der Nähe der Feuerwache geklettert wären. Ursprünglich hatten sie versucht, ein Auto im Bereich der Kfz-Zulassungsbehörde (RAR) zu stehlen, um damit nach Deutschland zu fahren, was ihnen misslang. Dann sahen sie ein NATO-Flugzeug, das am Flughafen landete und beschlossen, es damit zu versuchen und kletterten dementsprechend über den Zaun. Als sie sich jedoch Rechenschaft gaben, dass die Entfernung bis zum Flugzeug zu groß war, überlegten sie es sich und versuchten es stattdessen mit einem Fahrzeug, „wurden dabei jedoch vom Flughafenpersonal überrascht, das der Situation entsprechend reagierte. Die Transportpolizei nahm die beiden für weitere Ermittlungen in Gewahrsam. Der Flughafen stellte der Polizei die Videoaufnahmen zur Verfügung, aus denen ersichtlich ist, wie die Personen in das Areal des Flughafens gelangten. Wir vermerken, dass die Personen nicht in die Nähe der Flugzeuge gekommen sind. Der Zwischenfall wurde der Zivilen Flugbehörde gemeldet“, so die Flughafenleitung in einer Pressemeldung. Der Erwachsene wird demnächst einer psychiatrischen Untersuchung unterzogen.

Im Rahmen der Sitzung des Präfekturkollegiums, in welcher der Zwischenfall an die Öffentlichkeit kam, sprach die Präfektin Adela Muntean dem Vizevorsitzenden des Kreisrates Marcel Luca gegenüber die Bitte aus, der Sicherheit der Flughafenfahrzeuge mehr Aufmerksamkeit zu schenken. „Auch dieses Mal habe ich davon abgesehen, in die Tätigkeit des Flughafens einzugreifen, wie auch im Fall des Mitarbeiterstreiks, damals aus Respekt vor den betroffenen Mitarbeitern und der Leitung des Kreisrates. Diesbezüglich haben wir sogar eine Übung des Inspektorates für Notsituationen (ISU) abgesagt. Diesmal bitte ich Sie, die Situation auf Managementebene zu verwalten und die notwendigen Geldmittel für die notwendigen Sicherheitsausstattungen zu gewähren. Es stimmt, dass es ein kleiner Zwischenfall war, aber denken Sie daran, dass das EU-Gipfeltreffen 2019 naht und wir viel besser vorbereitet sein müssen“, so die Präfektin Adela Muntean. Der Vizevorsitzende des Kreisrates Marcel Luca bestätigte, dass es sich um einen versuchten Diebstahl handelte, er verzichtete jedoch darauf, in weitere Einzelheiten zu gehen.

Die Gelegenheit nutzte die Hermannstädter Organisation der Sozialdemokraten, um die Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean aufgrund der jüngsten Ereignisse am Flughafen erneut zum Rücktritt aufzufordern. „Die Unfähigkeit der Kreisratsvorsitzenden wird den Mitarbeitern des Flughafens zur Last gelegt. Es sind Angestellte, die ihre Arbeit tun, intelligente und fähige Menschen, die entgegen der unbegründeten Kritik der Frau Cîmpean Leistung erbringen. Die Kreisratsvorsitzende täte gut daran, davon abzusehen, die Mitarbeiter zu beleidigen und zur Verantwortung zu ziehen und nach Hause zu gehen, wenn sie nicht im Stande ist, das Management des Internationalen Flughafens Hermannstadt zu gewährleisten. Zusätzlich ist der Sicherheitsvorfall von vor einem Monat der Beweis dafür, dass ein schlechtes Management sowohl die Mitarbeiter als auch die Fluggäste gefährden kann“, so der Hermannstädter PSD-Vorsitzende Bogdan Trif.

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