Sicherungsarbeiten in Dobring sollen im März beginnen

Weitere Spenden werden für Reparaturarbeiten am Dach benötigt

Freitag, 02. März 2018

Die Rückgabe der Kirchenburg in Dobring durch den rumänischen Staat wurde im Januar dieses Jahres bestätigt.
Foto: Stiftung Kirchenburgen

Hermannstadt – Im Oktober 2017 stürzten sowohl das Chordach als auch das hölzerne Wehrgeschoss des Chores in Dobring/Dobârca in sich zusammen und haben dabei auch das Dach der Sakristei zerstört.

Bisher konnten die Schäden an der 1309 erbauten Kirche nur notdürftig begrenzt werden. Sobald die Temperaturen es zulassen, sollen weitere Reparaturarbeiten erfolgen, sagt Ruth István von der Stiftung Kirchenburgen. Rund 28.000 Lei (6000 Euro) werden insgesamt für das neue Chordach benötigt, bisher sind 2218,29 Euro an Spenden eingegangen so István, und fügt hinzu, dass schnelles Handeln wichtig ist, denn der Wechsel von Winter auf den Frühling kann durch die erhöhte Feuchtigkeit noch weitere folgenschwere Schäden nach sich ziehen. Sebastian Bethge, der Beauftragte für Denkmalpflege der Stiftung sowie ein Bauingenieur arbeiten bereits an verschiedenen Varianten eines neuen Daches. Auch eine Handwerksfirma, die die Arbeiten übernehmen soll, sei schon gefunden, erklärt István.

„Die Ursachen dieses Unglücks sind unter anderem auf den seit vielen Jahren allgemein kritischen Zustand der gesamten Anlage sowie auf den fortgesetzten Abbau und Diebstahl von tragenden Balken des Wehrgeschosses und des Dachstuhls zurückzuführen,“ hieß es in einer Mitteilung der Stiftung Kirchenburgen im vergangenen Oktober. Daraufhin kam es auf Initiative der Stiftung zu einem Ortstermin mit Vertretern der Landeskirche, der Kommunalverwaltung Reußmarkt/Miercurea Sibiului sowie der Kreisdirektion für Denkmalschutz. Gemeinsam wurde das weitere Vorgehen beraten und entschieden, den Chor der Kirche kurzfristig mit einem Notdach zu sichern sowie das Sakristeidach wiederherzustellen.

Das Wiedererrichten des Pultdaches der Sakristei, wird unterdessen der Verein „Asociaţia Monumentum“ durch seine Initiative „Ambulanţa pentru Monumente“ mit freiwilligen Helfern übernehmen. Die Finanzierung der notwendigen Baumaterialien konnte bereits durch den Verein „Kulturerbe Kirchenburgen“ gesichert werden.

Kommentare zu diesem Artikel

Hermannstädter, 02.03 2018, 19:12
Nachdem sie zuerst das Pfarrhaus ausgeräumt und verwertet haben, war halt als nächstes die Kirche dran. Ist halt so. Das wird sich auch nach einer Renovierung nicht ändern, wenn nicht jemand wehrhafter hinzieht und ständig aufpasst, oder die Polizei jeden Tag einmal kontrolliert. Beides eher unwahrscheinlich.

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