Sieben groteske Szenen

„Gegen den Fortschritt“ von Esteve Soler in Koproduktion Hermannstadt – Salzburg

Samstag, 25. Januar 2014

Wolfgang Kandler und Daniel Bucher in „Gegen die Demokratie“. Foto: Cynthia Pinter

Begonnen haben am Radu-Stanca-Theater in Hermannstadt/Sibiu die Proben zu der Inszenierung von „Gegen den Fortschritt” von Esteve Soler. Das Stück des katalanischen Autors wird in internationaler Koproduktion der deutschen Abteilung des Hermannstädter Ensembles mit dem österreichischen Theater Ecce und dem Odeion Kulturforum Salzburg auf die Bühne gebracht. Die Inszenierung in der Regie von Reinhold Tritscher kommt am 10. Februar in einer Voraufführung auf die Hermannstädter Bühne, die Premiere findet am 15. Februar am Odeion Kulturforum Salzburg statt. Für das Bühnenbild zeichnet Alois Ellmauer, die Kostüme schafft Elisabeth Strauss. 

Zwischen dem 15. und 23. Februar wird im Odeion Kulturforum Salzburg die gesamte „Against-Trilogie” von Esteve Soler in rumänisch-österreichischer Kooperation zu sehen sein. Nach „Gegen den Fortschritt“ in der Aufführung durch die deutsche Abteilung des Hermannstädter Ensembles, aber in österreichischer Regie von Reinhold Tritscher, kommt die österreichische Produktion „Gegen die Liebe“ in der Regie von Marie Hoppe zur Aufführung, gefolgt von „Gegen die Demokratie“ der deutschen Abteilung Hermannstadt in der Regie von Alexandru Dabija. Geboten wird dabei eine doppelte Premiere: sowohl jene der Trilogie als auch der Österreichisch-Hermannstädter Koproduktion.

„Gegen den Fortschritt” beleuchtet in sieben absurd-komischen Schauspielminiaturen existenzielle Fragen unseres Seins. In den in sich abgeschlossenen Alltagsszenen bricht jeweils ein skurriler Störfaktor in den Alltag der Figuren hinein. Soler stellt sie vor die Frage, wer sie sind oder wie sie als Mensch leben wollen. Von Szene zu Szene wird ihre Realität ein Stück weiter ins Irreale gedreht und so der Begriff des „Fortschritts“  ironisiert.

Die Inszenierung dieses Soler-Stückes ist die erste Koproduktion der deutschen Abteilung des Radu- Stanca-Theaters mit dem Theater Ecce, nicht aber der erste Kontakt. Im Februar 2013 wurde das in Hermannstadt inszenierte „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ von Gogol als Gastspiel am österreichischen Theater gezeigt. In der Regie des Luxemburgers Daniel Plier tritt bekanntlich der Salzburger Wolfgang Kandler auf, seit vier Jahres festes Ensemblemitglied der deutschen Abteilung des Hermannstädter Theaters. Wolfgang Kandler wird zusammen mit den Ensemblekollegen Johanna Adam, Daniel Bucher und Daniel Plier auch in „Gegen den Fortschritt“ zu sehen sein. Die „Against-Trilogie“ von Soler in der Österreichisch-Hermannstädter Kooperation hofft man beim diesjährigen Internationalen Theaterfestival dem Hermannstädter Publikum zu zeigen.

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