Siedlungswasser für Vorstädte

Rund 46 Kilometer Abwässerkanäle müssen gebaut werden

Samstag, 08. Juni 2013

Reschitza - „Wenn die nix zu tun haben, dann berufen sie eine Sitzung ein“, kommentierte ein Blogger die jüngste außerordentliche Tagung des Reschitzaer Stadtrats und fügte etwas hinzu, was eigentlich seit Monaten für alle gut sichtbar ist: „Ans Säubern und Ausbaggern des Bachbetts der Bersau/Bârzava denkt niemand!“ Denn seit Ende des Sommers 2012 fließt nur noch nach außerordentlich starken Regenfällen etwas mehr Wasser die Bersau hinab, ansonsten schaut das Flussbett aus wie ein Trockental und man hätte bequem wasserwirtschaftlich nötige Arbeiten durchführen können – wenn die nötige Koordination dazu vorhanden wäre.

Bürgermeister Mihai Stepanescu hat am vergangenen Dienstag eine außerordentliche Tagung des Stadtrats zusammengetrommelt, „weil die Analyse einer Serie von wichtigen Projekten für die Reschitzaer Gemeinschaft notwendig geworden war“, rechtfertigte sich der Stadtvater.
In erster Linie musste das Projekt für die Ausweitung des Siedlungswassernetzes auf die Reschitzaer Vorstädte besprochen und genehmigt werden, für welches demnächst Ausschreibungen zu organisieren sind. In erster Linie soll das Siedlungswassernetz im eingemeindeten Ţerova und im Vorort Câlnic saniert werden, weil sowohl die Trinkwasserrohre, als auch die Kanalisierung längst überholungsbedürftig sind.

Aquacaraş, das Siedlungswasserunternehmen des Verwaltungskreises Karasch-.Severin, kann nach der Genehmigung durch den Stadtrat jetzt die Ausschreibungen für die Durchführung starten, während für die Vororte Doman, Sekul, Cuptoare und das Dorf Moniom die Entwurfsarbeiten beginnen können, was ebenfalls einer vorherigen Ausschreibung bedarf.

In der ersten Phase und für Ţerova und Câlnic müssen rund 46 Kilometer Abwässerkanäle gebaut und mehr als 16 Kilometer neue Trinwasserleitungen gelegt werden. Für Câlnic hat ein guter Teil der Arbeiten auch betont soziale Aspekte, weil es hier eine Siedlung bitterarmer Zigeuner gibt, die vor allem vom Müllverwertung leben. Da beide Siedlungen – aber auch die anderen vier – in stark hügeligem Gelände liegen, muss bei der Neugestaltung des Siedlungswassernetzes der Konfiguration des Geländes Rechnung getragen werden und es müssen, um einen gleichbleibenden Wasserdruck zu gewährleisten, vier Pumpstationen für das Trinkwasser gebaut werden, die zum Teil für mehrere Vororte tätig sein müssen. Auch ist der Bau von neun Pumpstationen für die Kanalisierung nötig, die ebenfalls zum Teil mehrere Wohngegenden zu bedienen haben.

Bürgermeister Stepanescu: „Wir haben zusammen mit Aquacaraş einen Masterplan der Siedlungswasserwirtschaft für die Reschitzaer peripheren Siedlungen ausgearbeitet und ich hoffe, dass wir ab 2014 uns der Implementierung der Projekte durch Aquacaraş freuen dürfen.“
Zu den dringenden nötigen Beschlüssen der außerordentlichen Stadtratstagung gehörte auch die Finanzierung der „Reschitzaer Tage“ zum Peter-und-Paulsfest Ende dieses Monats sowie eine Haushaltsumschichtung, damit im Laufe der Sommerferien die Schulhöfe der Reschitzaer Schulen, die den Titel einer „Europaschule“ tragen, neu gestaltet werden können, jene der Allgemeinbildenden Schulen Nr. 2, 7 und 12 und des dreisprachigen Diaconovici-Tietz-Lyzeums.

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