Siedlungswasserwirtschaft enorm im Verzug

Kreisratsvorsitzender nahm Baustellenschau vor und mahnt zu größerer Eile

Mittwoch, 18. März 2015

Reschitza – Die beiden Projekte für die Einführung der Siedlungswasserwirtschaft im Banater Bergland, die vom Kreisrat Karasch-Severin koordiniert werden, sowie das Kreiszentrum zur Abfallbewirtschaftung und –Entsorgung in Lupak sind in den vergangenen Wochen ins besondere Augenmerk des Kreisratsvorsitzenden Sorin Frunzăverde geraten.

Seine Erklärung dazu:„Wir gehen nun mit dieser Arbeitsmethode des Baustellenbesuchs vor, weil die Arbeiten in Verzug geraten sind. Im Falle der Siedlungswasserwirtschaft handelt es sich um einen Ausführungsgrad zwischen drei und 26 Prozent, je nach der Stadt, in welcher gearbeitet wird und dem Typ der Arbeit. Am schlechtesten stehen wir mit den Tiefbauarbeiten für die Trinkwasser- und Kanalisierungsnetze. Der Grund dazu: es fehlt an Arbeitskräften, das Management lässt zu wünschen übrig, auf den Baustellen fehlt eine richtige Führung und Organisation und – in einigen Fällen – hapert´s mit der Zusammenarbeit zwischen Baustellenleitung und Kommunaladministration. Aber wir halten uns nun an unsere Analysen vor Ort und werden versuchen, alles ins rechte Lot zu rücken.“

Konkret gehe es beispiels-weise dort, wo die Arbeiten praktisch abgeschlossen sind, um die Neuasphaltierung der aufgebrochenen Stellen der Gehsteige und Straßen: in Reschitza/Reşiţa, Karansebesch/Caransebeş, Bokschan/Bocşa. Mit den Bauverzögerungen im Zusammenhang stehe die Abrechnung der Arbeiten: „Das Geld ist da. Aber bei EU-Projekten können wir nicht stückchenweise abrechnen und bezahlen, was grad fertig ist – wie wir es, zugegeben, mal mit unseren eigenen Finanzierungen tun. Wir rechnen erst dann ab, wenn alles wieder tipp-topp ist. Das sind die Firmen so nicht gewohnt!“ Zudem gäbe es aus EU-Fonds keine Vorschusszahlungen und viel EU-Geld bleibe blockiert.

„Aus diesen Gründen behaupte ich, dass auf den Baustellen eine schlechte Organisierung herrscht. Deshalb müssen wir dranbleiben und den Baustellenleitungen und Firmen Termintreue einbläuen, wenn sie Geld wollen. Und wenn das die Firmen nicht kapieren, müssen wir eben radikaler und jenseits von Diskussionen eingreifen und harte Maßnahmen treffen – die bis zur Stornierung von Verträgen gehen können. Damit ich nicht mißverstanden werde: Aquacaraş, der Siedlungswasserbetreiber des Banater Berglands, wo der Kreisrat Hauptaktionär ist, hat die ersten Verträge mit den Firmen ab Juni 2014 unterzeichnet, die letzten im September vergangenen Jahres. Dass einige der Vertragspartner erst drei Prozent des Arbeitsvolumens bewältigt haben, kann nicht dem Kreisrat oder seiner Firma Aquacaraş angelastet werden, sondern nur dem Nachzügler selber. Aber es muss diesen Firmen klar sein: was in diesem Jahr nicht abgerechnet werden kann, dafür haben sie umsonst gearbeitet. Niemand soll sich Illusionen hingeben, auch 2016 `schon irgendwie` zu seinem Geld kommen zu können.“

Etwas besser steht man mit der Zentralen Abfallentsorgung da. Dieses Projekt sei zu 40 Prozent fertig. „Aber das bedeutet nicht, dass die Bauarbeiten so fortgeschritten sind, sondern dass fast alle Maschinen und Anlagen, die dort in Betrieb gesetzt werden, angekauft wurden, dass also das Geld dorthin ging. Ansonsten gibt es sowohl in der Zentraldeponie Lupak, als auch in den Zwischenlagern Ferdinandsberg/O]elu Ro{u, Bozovici und Pojejena noch viel zu tun. Wir haben nun mit den Baustellenleitungen neue Termine festgelegt und sie scheinen auch kapiert zu haben, dass sie die Übergabetermine nicht überziehen können, wenn sie Geld sehen wollen für ihre Arbeiten. Die Verträge müssen strikt – und nicht fakultativ – eingehalten werden.“

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