SIF-Aktien profitieren von EZB-Entscheidung, Börse legt leicht zu

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 27. Januar 2015

Nach der verlustreichen Vorwoche erholte sich die Bukarester Börse etwas in der vergangenen Woche. Die meisten Indizes konnten zulegen, allen voran der Finanzwerte-Index. Dazu hatten vor allem die SIF-Investmentgesellschaften beigetragen. Sie profitierten ab Donnerstag von der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die in den kommenden Monaten für bis zu 60 Milliarden Euro im Monat Staatsanleihen aus Euroländern aufkaufen möchte. Diese Entscheidung beflügelte die Aktienmärkte in ganz Europa. Dadurch wird der Geldhahn aufgedreht, Aktienkäufe dürften eine der Folgen sein - schließlich will das viele freigesetzte Geld angelegt werden. Die Aktien der SIF Moldova (SIF2, 1,669 Lei, ISIN ROSIFAACNOR2) legten 4,4 Prozent am Donnerstag zu, auf Wochensicht betrug das Plus 7,67 Prozent. SIF Banat Crişana (SIF1, 1,327 Lei, ISIN ROSIFAACNOR2) konnte 1,9 Prozent zulegen, auf Wochensicht stieg der Kursgewinn auf 4,48 Prozent an. Die Aktien der SIF Oltenia (SIF5, 1,688 Lei, ISIN ROSIFEACNOR4) schließlich legten um 1,5 Prozent zu. Auch die übrigen SIF-Aktien schlossen die vergangene Handelswoche mit Kursgewinnen ab.

Insgesamt legte der Finanzwerte-Index BET-FI über die gesamte Handelswoche 3,35 Prozent zu und übertraf somit den gesamten Markt, der nur um 0,98 Prozent wuchs. Die EZB-Entscheidung wird auch dem ROTX-Index geholfen haben, der in der vergangenen Woche um 1,6 Prozent stieg. BET-FI wie BET-NG konnten die positive Entwicklung dafür nutzen, ihre psychologischen Marken von 30.000 beziehungsweise 13.000 Punkten zu knacken. Bleibt nun abzuwarten, ob es ihnen gelingt, diese Schwellen auch dauerhaft hinter sich zu lassen. Der Hype um die Finanzwerte stellte die Energiewerte ersteinmal in den Schatten. Der Energiewerte-Index BET-FI war der einzige, der die vergangene Woche mit Verlusten abschloss. Schuld daran war wohl die schwache Performance der OMV-Petrom (SNP, 0,3703 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9), die 2,29 Prozent verlor. Anleger befürchten, dass der schwache Erdölpreis die Gewinne des Mineralölkonzerns drückt. Weiterhin im Aufwind sind die beiden Versorger Transelectrica (TEL, 29,07 Lei, ISIN ROTSELACNOR9) und Transgaz (TGN, 273,1 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8), von denen Anleger einen kleinen Segen in Form von Dividenden erwarten. Sie hatten 2014 noch satte Gewinne geschrieben.

Rasdaq

Am vergangenen Mittwoch sorgte ein Sonderdeal mit den Aktien des Maschinenbauers Unirea (UNIR, 0,41 Lei, ISIN ROUNIRACNOR6) für etwas Aufregung im Markt. Der Umsatz kletterte auf umgerechnet 116.000 Euro, der Sonderdeal machte 70 Prozent des Tagesumsatzes aus. Im Vergleich zur Vorwoche jedoch stieg der durchschnittliche Tagesumsatz um knapp 35 Prozent auf umgerechnet 0,08 Millionen Euro. Kein berauschender Wert für die Sekundärbörse, aber sie ist immerhin im Aufwind. Dem Hauptindex Rasdaq-C verhalf diese Entwicklung jedenfalls zu einem Wochengewinn von 0,67 Prozent – einem ähnlich hohen Kurszuwachs wie in der Woche zuvor. Damals hat Rasdaq-C 0,7 Prozent zugelegt. In kleinen Schritten scheint sich der Index somit wieder der 1.400-Punkte-Marke zu nähern.

Devisen

Gegenüber dem Euro konnte sich der rumänische Leu in der vergangenen Woche wieder ein wenig behaupten. Die Gemeinschaftswährung verlor auf Wochensicht 0,35 Prozent und rutschte so wieder unter die 4,5-Lei-Marke. Der Euro war durch die Entscheidung der EZB, in nächster Zukunft massenhaft Staatsanleihen aufkaufen zu wollen, unter Druck geraten. Der US-Dollar hingegen konsolidierte seine Position vor allem im Verhältnis zum Euro. Das sah man auch am Wechselkurs der rumänischen Währung. Sie verlor weiterhin kräftig, auf Wochensicht 2,87 Prozent. Damit erreichte die amerikanische Währung fast die magische Grenze von 4 Lei. Am Montag kostete ein US-Dollar 3,998 Lei, ein Euro 4,4935 Lei.

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