Silaghi von Premier formell als Verkehrsminister nominiert

Grünes Licht der Präsidentschaft steht allerdings aus

Dienstag, 23. Juli 2013

Bukarest (ADZ) – Der Liberale Ovidiu Silaghi ist von Premier Ponta am Sonntag formell zum Verkehrsminister nominiert worden. Davor war der 51-jährige Abgeordnete wegen seiner nicht ganz lupenreinen Personalakte Thema einer Unterredung zwischen Präsident Băsescu und PNL-Chef Antonescu gewesen. Silaghi wirft die Integritätsbehörde ANI nämlich vor, Teile seines Vermögens nicht nachgewiesen zu haben. Zwar gewann er den Prozess gegen die ANI, die daraufhin jedoch andere Rechtswege ging.

Entsprechend hatte der Präsident aufgezeigt, in einem Gespräch mit dem PNL-Chef eruieren zu wollen, ob die Partei auf Silaghis Nominierung bestehe. Antonescu zufolge sprach sich Băsescu bei dieser Gelegenheit für ein volles Interimat des Premiers an der Spitze des Transportressorts aus, damit er die Privatisierung der Güterbahn CFR Marfă erfolgreich abschließe. Nach dem unrühmlichen Abgang von Ex-Verkehrsminister Fenechiu hatte Ponta bekanntlich das Ressort kommissarisch übernommen – laut Gesetz kann das Interimat maximal 45 Tage betragen. 

Ponta zeigte sich über B²sescus Entschluss wenig erfreut: Dies sei ein neues „Politspielchen“ des Präsidenten – und zwar ein „äußerst unseriöses“. Als Premier habe er keine Zeit, „ins Transportressort umzusiedeln“, zumal er für die Privatisierung der CFR Marfă  „sowieso“ die Verantwortung trage.
Ob und wann Silaghi nun ernannt wird, ist folglich noch nicht abzusehen.

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 24.07 2013, 02:24
So ist das eben in Rumänien. Die Bulgaren gehen wenigstens mittlerweile auf die Straße, weil es ihnen reicht. Aber das Kind ist doch eh im Brunnen - das Vertrauen in die rumänischen Politiker kann wohl kaum noch tiefer sinken.
Macht ja auch nichts, denn kommendes Jahr sind auch in Mittleuropa die Türen ganz geöffnet und wer kein Stück vom rumänischen Kuchen einsacken kann, der geht dann eben ins Ausland.
Mit dem Geld, das sie dann in die Heimat schicken, halten sie dann Rumänien am Leben - richtig voran kommt das Land dadurch natürlich nicht.
Franz der Bayer, 23.07 2013, 18:45
Nein in Rumänien gibt es keine seriösen Leute und deswegen wird es kommen wie es kommen muss. Weiter so...
Hanns, 23.07 2013, 12:51
Gibt es in Rumänien keine seriösen Leute für solche Jobs?
Gerd, 23.07 2013, 08:53
Kaum ist ein Verbrecher weggesperrt wird die nächste zwielichtige Gestalt ins Rampenlicht gehoben.Es ist einfach unglaublich was sich hier abspielt, diese Leute sind ganz einfach Verbrecher am rumänischen Volk.Aber auch hier wird die Geschichte ihr Urteil schreiben, hoffentlich ist es dann nicht zu spät.

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