Silvesternacht Mediasch 2012

Turmblasen – ein totgeglaubter Brauch wurde zu neuem Leben erweckt

Freitag, 04. Januar 2013

Mediasch - Ein seit Langem totgeglaubter Brauch wurde wieder zum Leben erweckt: Das Turmblasen in der Silvesternacht. Die Leitung der Kulturvereinigung „Ponte“ war sich darüber einig, hier tätig werden zu müssen. Hilfe leistete eine andere kirchliche Vereinigung und zwar die Pfingstgemeinde aus der Meschener Straße. Deren Bläsergruppe aus überwiegend jugendlichen Mitgliedern bot auch weitere Ständchen im Verlauf der Silvesternacht, weshalb man sich bereits zwischen 21 und 22 Uhr am Glockenturm der Margaretenkirche einfand, um von dort die Mediascher mit einigen Musikstücken zu erfreuen. Das Einblasen hatte zuvor im Hause Novak in der Langgasse stattgefunden, wo das Wohnzimmer fast zu klein war für die über 15 Aktiven.

Auf den Turm wurde mit Behelfslichtern und Taschenlampen geklettert und diese ermöglichten, dass die Noten gelesen werden konnten. Über eine halbe Stunde lang wurden weihnachtliche, aber auch andere Weisen, darunter ein zünftiger Marsch, zum Besten gegeben. Schöne Klänge – für manche Mediascher Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit.
Das aber war für „Ponte“ nicht genug. Zufällig weilte Peter Guib, der jüngste Sohn des Bischofs, in Mediasch. Diese Gelegenheit wurde beim Schopf gepackt und zusammen mit Stadtpfarrer Gerhard Servatius-Depner sowie Helmut Novak nach Mitternacht nochmals auf den Glockenturm gestiegen. Nachdem die Kirchenglocken verstummt und auch der Lärm der Feuerwerkskörper nachgelassen hatte, ertönte das Siebenbürgenlied, von zwei Trompeten und einem Akkordeon gespielt, zweimal in voller Länge vom Turm. Einmal in die Richtung zum Großen Marktplatz/Ferdinand-Platz, und einmal in Richtung Schule und Steingasse. Nun konnte man dem neuen Jahr beruhigt entgegensehen. Musikalisch wurde es jedenfalls gebührend begrüßt.

Kommentare zu diesem Artikel

Wolfgang ACHTSNIT, 16.07 2013, 14:21
Wunderschöne alte Bräuche, eigentlich sollte man dies auf Youtube.at stellen, damit dies alle sehen und hören können - egal wo die ehemaligen Bewohner von Siebenbürgen heute leben.

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