Solidarität überwindet Grenzen

Rumänienhilfe Ebensfeld spendet Pkw für Sozialstation

Freitag, 04. Mai 2018

Grenzüberschreitende Solidarität: Pfarrer Rudolf Scharf (2.v.l.) von der Pfarrei Ebensfeld überbrachte das neue Auto nach Rumänien.

Temeswar/Satu Nou – Egal, wie weit entfernt sie voneinander leben – Freunde helfen einander, wenn einer von ihnen in Not gerät. Diese Aussage wurde vor Kurzem bekräftigt, als Pfarrer Rudolf Scharf von der Rumänienhilfe der Pfarrei Ebensfeld in Deutschland und der Temeswarer Caritas-Direktor Herbert Grün den Franziskanerschwestern aus Satu Nou im Kreis Bacău ein nagelneues Auto überbrachten. Die dortigen Franziskanerschwestern waren bis vor einigen Jahren im Temeswarer Hospiz für Palliativkrankenpflege tätig gewesen und betreuen seit 2009 eine Sozialstation für Hauskrankenpflege in der rumänischen Moldau – einen Wagen hatten sie dringend nötig, nachdem im vergangenen Jahr ihr altes Auto kaputt gegangen war.

Dass Pfarrer Rudolf Scharf von den Problemen der Franziskanerschwestern erfuhr, ist eher einem glücklichen Zufall zu verdanken. Im vergangenen Jahr war er mit Caritas-Direktor Herbert Grün in der Moldau unterwegs – die beiden hielten kurz auch bei den Franziskanerschwestern im 900-Seelen-Dorf Satu Nou. So erfuhren sie davon, dass die Franziskanerinnen ohne Auto geblieben waren – um zu den Kranken zu gelangen, hatten sie ein solches unbedingt nötig.

Pfarrer Rudolf Scharf startete also im November 2017 einen Spendenaufruf in seiner Pfarrei. Durch die Bekanntgabe im Pfarrbrief erklärten sich viele Unternehmen, aber auch Privatpersonen bereit, einen Beitrag zu leisten. Mehr als 15.000 Euro kamen zusammen – von dem Geld kaufte die Rumänienhilfe Ebensfeld durch die Vermittlung des Autohauses „Eberhard“ in Lichtenfels, Deutschland, einen neuen Peugeot Partner für die Sozialstation in Satu Nou. Der Wagen wurde diese Woche nach Rumänien geliefert, allerdings kam er nicht leer am Ziel an. Pfarrer Rudolf Scharf brachte das Auto, vollgepackt mit medizinischen Hilfsgütern, in die Moldau – außerdem fuhr noch ein Malteser-Bus, ebenfalls mit Spenden gefüllt, nach Rumänien. So kam es, dass am Dienstagabend, während der Heiligen Messe, den drei Franziskanerinnen aus Satu Nou das Auto für die Sozialstation feierlich übergeben wurde. An der Zeremonie beteiligte sich auch der Temeswarer Caritas-Direktor Herbert Grün.

Die guten Beziehungen zwischen der Rumänienhilfe Ebensfeld und dem Caritas-Verband Temeswar reichen einige Jahre zurück. Die Rumänienhilfe Ebensfeld unterstützt u. a. das Kinderheim aus dem Temeswarer Freidorf-Viertel. Seit mehr als zehn Jahren bietet die Rumänienhilfe Ebensfeld auch der Gemeinde Stufu im Kreis Bacău Unterstützung.

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