Sonderversprechen an PSD-Bürgermeister

Unternehmensdirektoren aus Reschitza in Audienz beim Sonderregierungsberater Vâlcov

Mittwoch, 19. September 2018

Reschitza - „PSD-Parteichef Dragnea hat mich gefragt, wieso ich mich so spät an ihn wende um Unterstützung“, gestand der PSD-Kreisvorsitzende von Karasch-Severin, der Abgeordnete Ion Mocioalcă vergangenes Wochenende vor den versammelten PSD-Bürgermeistern des Bana-ter Berglands. „Ich gab zu, dass ich geglaubt hatte, die Probleme selber lösen zu können und nun weiß, dass ich es nicht kann.“ Auf der anschließenden Pressekonferenz sagte Mocioalc², dass er die Bürgermeister aufgefordert hatte, ihm ihre Probleme zu erläutern: fehlendes Geld für die Realisierung von Projekten, fehlende Finanzierung der Löhne des Rathauspersonals seien in erster Linie erwähnt worden.

„Diese, die ungelösten Probleme, drücken und auf sie müssen wir uns konzentrieren. Ich habe Gespräche geführt mit den Spitzen der PSD und der Regierung bezüglich effizienterer Unterstützungen für das Banater Bergland. In erster Linie geht es um die Unterfinanzierung der Rathäuser. Dann um die schlechten Überlandstraßen, um die prekäre finanzielle Lage der beiden Großkrankenhäuser aus Reschitza und Karansebesch. Alles Probleme, die von Bukarest aus gelöst werden müssen.“

Man werde bei der PSD für alles die entsprechenden Lösungen finden, versicherte Mocioalcă, einige Demarchen seien bereits gestartet. Unter anderen habe er den beiden Direktoren des Reschitzaer Maschinenbauwerks UCMR und des Rüstungswerks „Arsenal“ Audienztermine beim Hauptberater der Regierung und des PSD-Chefs Dragnea, Darius Vâlcov, sichern können. Warum gerade beim nicht unumstrittenen Vâlcov, fragten die Journalisten auf der Pressekonferenz.
„Einfach: er ist derjenige, mit dem ich im Regierungsgebäude ein längeres Gespräch führen konnte. Vâlcov wandte sich telefonisch, in meiner Anwesenheit, direkt ans Gesundheitsministerium, nahm die Verbindung zu Romarm auf, zum Transportministerium und stellte mit allen auch eine Lösungsagenda zusammen. Die beiden Direktoren der Reschitzaer Maschinenbauwerke lud Vâlcov zum Gespräch. Ich hoffe, sie plädieren überzeugend für ihre Causa.“

Bezüglich des Rüstungsbetriebs „Arsenal“ sagte Mocioalcă: „Ich kann nicht sagen, dass dort jetzt sofort ein Projekt startet, sozusa-gen von heute auf morgen. Aber wenn wir uns ordentlich organisieren – und das ist die Meinung des Verteidigungsministers – dann werden wir im Rahmen künftiger Projekte nicht 70 Panzeraufbauten sondern 200 bauen. Nur: es wird niemand kommen und uns mit Aufträgen vollstopfen, wenn wir nicht selber was dafür tun. Ich möchte bloß nicht, dass wir wegen irgendeines Beamten eines Ministeriums gestoppt werden in unseren Absichten. Deshalb müssen wir jetzt aktiv werden, nicht irgendwann in Zukunft.“

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