Sorgloses Gemeindefest im Sonnenschein

Die Fogarascher feierten in Seligstadt

Mittwoch, 16. September 2015

Junge Musikanten machten gerne mit

Pfarrer Johannes Klein hielt die Predigt

Gut besucht war der Gottesdienst

Fogarasch - Am Sonntag ereignete sich das alljährliche Fest der Gemeinde Fogarasch/Făgăraş in Seligstadt. Ausgerichtet wurde das Fest unter dem Motto „Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch“ (1. Petrus 5,7). Über einhundertfünfzig Gemeindemitglieder fanden sich ein, darunter auch Gäste aus den Gemeinden Petersberg/Sânpetru und Tartlau//Prejmer. Im Gottesdienst, dem ersten Programmpunkt, wurde der Bibelvers aufgegriffen. Pfarrer Johannes Klein stellte die Frage nach dem richtigen Maß an Sorge und wies auf die verschiedenen Bedeutungen des Wortes hin. Der kurzweilige Gottesdienst wurde durch musikalische Einlagen des großen Singkreises der Fogarascher Kirchengemeinde unterstützt. Dann ging es draußen weiter. Es wurde über die schönen Wiesen rund um die Kirche gelaufen, wo Pflaumen und Äpfel direkt vom Baum gekostet werden konnten. Bei schönem Wetter lauschte man dann den „Kokeltaler Musikanten“ aus Schäßburg/Sighişoara, die mit Blasmusik begeisterten. Auch der Turm der Kirchenburg, von dem man einen wunderbaren Blick über die sanften Hügel und Täler der Umgebung hat, wurde von einigen erklommen. Im Saal, wo das Essen eingenommen wurde, folgte anschließend weitere musikalische Unterhaltung. Dort präsentierten die jüngsten Teilnehmer unter anderem das Lied vom Frosch Dagobert und einen Flohzirkus. Nicht wenige Leute waren gar zum Tanzen aufgelegt. Erfreulich, dass die jungen Gemeindemitglieder sich so engagiert zeigen. Das schmackhafte Essen und die reibungslose Organisation taten ein übriges für eine nette und gelöste Atmosphäre. Im Ganzen also ein gelungener Sonntag!
Ein großer Dank geht an das Demokratische Forum der Deutschen im Kreis Kronstadt/Braşov, das das Gemeindefest finanziell unterstützt hat.

Lea Matika

Kommentare zu diesem Artikel

Michael Kothen, 17.09 2015, 12:43
Dan: Und was konkret ist jetzt falsch an dem was dir kirche hier macht? Bzw.: Was sollte die Kirche hier anders machen?
dan, 17.09 2015, 09:45
Eine Predigt um die Bedeutung des Wortes "Sorge" scheint aufgrund der aktuellen Situation in der EU sinnvoll.
Anderseits: was nützt es, über Sorge zu predigen? Wäre es nicht sinnvoller, anstatt im Konzert der Stammtischredner in der EU mitreden zu wollen, sich auf die lokalen Notwendigkeiten und Ziele zu begrenzen?
Denn auch diese Kirche, wenn auch am Feiertag "gut besucht" (viele Bänke sind leer) steht meistens, wie auch die Gemeinde Seligstadt, leer.
Es bringt wenig, einfach ohne Nachzudenken Konzepte für "Brot und Spiele" aus Westeuropa zu kopieren, während die Dorfgemeinschaft weiter verfällt bzw. keine Zukunftsperspektive hat.
Das führe ich nicht spezielle für Seligstadt an, sondern für alle verfallenden Dörfer in Rumänien. Deren Zahl sich ein paar Tausend betragen dürfte.
Wie ja seit 1990 "normal" in Rumänien, werden die lokalen Primarii und die Dörfer von der Regierung in Bukarest, aber auch von den Präfekturen, meist allein gelassen.
Nur wenn es um´s wählen geht, dann kommen die Entsandten der Parteibonzen auch in die Dörfer, um darauf hinzuweisen, wo das richtige Kreuzlein jeder Dorfbewohner zu machen hat... für einen Mititel und ein warmes Bier verspielen viele die eigene Zukunft, aber auch die ihrer Familie, Gemeinschaft, ihres Dorfes.
Johannis hat hingewiesen, daß es mehr als 4000 Schulen gibt, deren Zustand nicht den sanitären Notwendigkeiten entspricht.
Vom notwendigen Bildungsangebot ganz zu schweigen. Wer will denn noch Lehrer sein heute, in einer Dorfschule, für 200 EUR im Monat pendeln und täglich trostlose Zustände, d.h. arme von den Eltern oft nicht unterstütze Kinder, unterbesetzte Klassen, keinerlei Unterstützung und oft nicht mal ausreichend Schulbücher ertragen?

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