Sozialdemokraten nahe an der absoluten Mehrheit

Sieg auch in traditionellen PNL-Verwaltungskreisen

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Bukarest (Mediafax/ADZ) – Das Zentrale Wahlbüro hat gestern Vormittag die Ergebnisse nach der Auszählung von 99,82 Prozent der Stimmen bekanntgegeben. In der Abgeordnetenkammer hat die PSD 45,5 Prozent erzielt (3.200.502 Stimmen), die PNL 20,04 Prozent (1.409.764 Stimmen), und die USR 8,83 Prozent (621.083). Den Eintritt ins Parlament geschafft haben auch der UDMR mit 6,19 Prozent (435.922 Stimmen), ALDE mit 5,62 Prozent (395.636 Stimmen) und die PMP mit 5,34 Prozent (375.689 Stimmen). In der Übersicht für den Senat steht die PSD mit 45,71 Prozent (3.217.488 Stimmen) vorne, gefolgt von der PNL mit 20,42 Prozent (1.437.520 Stimmen) und der USR mit 8,88 Prozent (625.321 Stimmen). Die Eintrittschwelle geschafft haben auch der UDMR (6,25 Prozent), ALDE (6 Prozent) und die PMP (5,64 Prozent). Nach seiner nächsten Sitzung wird das Ständige Wahlbüro die Verteilung der Mandate bekannt geben, wobei insbesondere auf die Verteilung der Überhangmandate gewartet wird. Hat es die PSD geschafft, die absolute Mehrheit zu erreichen oder fehlen ihr zwei, drei Mandate dazu? Im Falle der absoluten Mehrheit kann eine Partei allein den Premier vorschlagen, ohne dass sich der Staatspräsident noch mit anderen Parteien berät.
Was die Landkarte betrifft, so steht die PSD in 36 Kreisen an erster Stelle, der UDMR hat es in vier Kreisen geschafft und die PNL in zwei.

Kommentare zu diesem Artikel

Peter, 15.12 2016, 11:51
Die PSD wird noch 100 Jahre die Regierung in Rumänien stellen. Das liegt zum einen am extremen Kurzzeitgedächtnis, was die Wahlversprechen betrifft und zum anderen werden sie seit 1945 von Verbrechern und Betrügern regiert – Die Macht der Gewohnheit.
Linares, 15.12 2016, 09:11
Das kann man nun drehen und wenden, wie man will; Tatsache bleibt, dass nur ein Teil der Wahlberechtigten der Meinung war, es lohne sich, zu votieren. Darueber muesst sich jeder ernstzunehmende Politiker Sorgen machen und nach den Gruenden forschen.

Diejenigen, die zur Wahl gingen und fast zur Haelfte auf die Versprechungen der PSD ( Taxen, Loehne, Renten etc.) reflektiert haben, werden nun das uebliche Nachwahl-Szenarium erleben: Die Wahlversprechen werden bis zur Unkenntlichkeit zerredet und aus wachsweichen Gruenden nicht umgesetzt.

Man sollte aber auch klar sehen, dass es bei den Liberalen keinen eigenen, charismatischen und faehigen Kandiaten fuer das Amt des Premiers gab. Diese Partei sollte sich zeitnah personell so aufstellen, dass sie bei 2020 waehlbar ist, und sei es nur in der Funktion als starke Opposition. Die werden wir in der kommenden Legislaturperiode schmerzlich vermissen.
Erdelyi Sász, 14.12 2016, 17:17
der rumänische Wähler wollte das so, nun soll er es auch bekommen. Man will die Ex-Securisten im Parlament, man will an die korrupte Freunderlwirtschaft die Mach übergeben. Na gut. Schaut einmal, wie gut euch das bekommt. Offensichtlich lassen sich die Leute vom Parteinamen täuschen. Die PSD ist hingegen gar keine sozialdemokratische Partei, sonder eine nationalistische Rechtsaußepartei. Rechts davon ist nur mehr Romania Mare, die nach dem Tod von Corneliu Vadim Tudor praktisch tot ist. Also wählen sie die nächst rechte Partei, was de facto die PSD ist. Links und sozialdemokratisch ist diese Partei jedenfalls nicht!
Manfred, 14.12 2016, 17:12
Helmut!Seit Bestehen der BRD lag die Wahlbeteiligung immer über 70%,in Österreich immer über 75%,in der Schweiz bei den letzten 3 Wahlen über 48%(wobei es in der Schweiz durch die vielen Volksabstimmungen eine gewisse Wahlmüdigkeit zu geben scheint).Wenn Du da keinen Unterschied siehst,ist Dir nicht zu helfen.
giftschlange, 14.12 2016, 13:16
@Beobachter....auch in den USA ist der Präsident nur von rund 25% aller Wahlberechtigten gewählt worden...in der Schweiz(Musterland der Demokratie) ist die Wahlbeteiligung noch niedriger als in Rumänien... auch in Deutschland/Österreich ist Wahlbeteiligung nicht gerade berauschend ...in fast allen Ländern Europas ist die Zahl der Nichtwählergruppe grösser als die Stimmenanzahl für die stärkste Regierungspartei.Also ist das keine rumänische Eigenschaft."Wer nicht wählen geht,muss das akzeptieren was ander wählen".So ist es eben in der Demokratie,Das sollte auch ein ewiger Nörgler verstehen.ok!!
Beobachter, 14.12 2016, 11:04
Knapp über 3 Millionen Stimmen!!! Sieht so ein fulminanter Wahlsieg bei etwa 18 Millionen Wahlberechtigen aus? Die Genossen konnten ihr Stimmvieh motivierten, während die übrigen Rumänen zuhause blieben. Darauf braucht man nicht stolz sein.

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