Spiegelsaal für die „Junii“

Neubau für Hermannstädter Folkloreensemble eingeweiht

Samstag, 26. Mai 2012

Junii-Leiterin Silvia Macrea (re.) habe sich sehr für das Gelingen des Projektes eingesetzt, lobte Martin Bottesch.
Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Das Hermannstädter Folkloreensemble „Cindrelul Junii Sibiului“ verfügt zum ersten Mal in seiner Geschichte über einen eigenen Sitz. Eingeweiht wurde der Neubau in der Str. Tudor Arghezi am Donnerstag im Beisein von Martin Bottesch, dem Vorsitzenden des Kreisrates Hermannstadt. Im neuen Gebäude wird neben den Juni auch das Kreiszentrum für die Bewahrung und Förderung der traditionellen Kultur seinen Sitz haben.

Der Wunsch nach einem eigenen Gebäude habe bei den „Juni“ seit langem bestanden. Diese Frage sei im Kreisrat intensiv diskutiert worden, erinnerte Martin Bottesch in seinem Grußwort. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort habe es viele Vorschläge gegeben, darunter auch den jetzt realisierten. Er habe zu denjenigen Personen gehört, die dem Standort anfangs skeptisch gegenüberstanden. „Wir haben gesagt, dass dieser Ort nicht geeignet ist für einen Sitz der Junii Sibiului.“ Eine Studie zeigte, so Bottesch, dass die Befürworter recht hatten. Es folgte ein Beschluss des Kreisrates, der grünes Licht gab für das Projekt.

Gut zwei Jahre dauerte es dann von der Ausschreibung im Jahr 2010 bis zur Fertigstellung. Durchgeführt hat die Bauarbeiten das Hermannstädter Unternehmen Sinecon. Die Baukosten belaufen sich auf 3,3 Millionen Lei. Er sei mehrere Male auf der Baustelle gewesen, um den Fortschritt der Arbeiten zu kontrollieren, meinte der Kreisratsvorsitzende. „Ich habe damals gesehen, das etwas Schönes entstehen wird, aber so schön wie heute habe ich es noch nicht gesehen.“

Laut Junii-Leiterin Silvia Macrea habe das Ensemble nun alles, was es brauche. Auf drei Etagen verteilen sich Übungsräume, Ton- und Filmstudios, Ankleideräume, Büros und sogar Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste. Außerdem gibt es ein Videoarchiv mit Auftritten des seit über 70 Jahren existierenden Ensembles. Herzstück des Gebäudes ist der große, verspiegelte Tanzsaal im Erdgeschoss, in dem am Donnerstag die feierliche Einweihungszeremonie stattfand.

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