SPORTECHO: Eduard Grosu

Montag, 05. Mai 2014

Der 1992 in Zărneşti geborene Radfahrer Eduard Grosu ist seit Anfang dieses Jahres Mitglied des italienischen Profi-Teams Vini Fantini – Nippo - De Rosa. Auf ihn aufmerksam wurde der Teamdirektor, als Grosu Etappensieger bei „Turul României“ wurde. Es werde ein Platz frei und Grosu könne ihn belegen, lautete die Anfrage. Wegen Schwierigkeiten mit dem Reisepass verpasste Grosu leider das „Dubai-Rennen“ aber es folgten Rennen in Italien und Belgien, wo Grosu die in ihn gesetzten Hoffnungen bestätigen konnte, vor allem in seiner Spezialität als Sprinter und weniger als Kletterer. Am Anfang war der Umstieg ins Profi-Geschäft nicht gerade einfach, sagt Grosu. Die Kollegen hätten ihm aber viel geholfen, wie auch die Tatsache, dass ins Team viele junge Sportler integriert wurden.

Sein großer Traum ist, im „Il Giro“ in der Italien-Rundfahrt, antreten zu können. Dafür muss er bis dann in Form sein und weiterhin auf sich aufmerksam machen. Alles müsse aber ausschließlich auf sportlichem Wege geschehen und nicht mit Hilfe unerlaubter Mittel. Leider ist ja Doping ein immer wieder im Radsport aufkommendes Thema das dem Image dieses Sports einen immensen Schaden zugefügt hat. Dazu äußert sich Grosu unzweideutig: „Es ist klar und sicher, dass es nicht immer mit lauteren Dingen zugeht. Ich fürchte mich aber nicht vor Doping. Niemand kann mich zwingen darauf zurückzugreifen. Ohne deinen Willen kannst du nicht gedopt sein. Ich hatte keine Verbindung zu diesem Phänomen und ich bin überzeugt, dass das in Zukunft auch so bleiben wird. Es wird wohl etwas dauern, aber der Radsport wird wieder eine reine Sportart werden.“

Obwohl selber noch jung, kann Grosu auf Grund seiner eigenen Erfahrung bereits genau einschätzen, wo der Radfahrsport in Rumänien im Vergleich zu Italien steht. In Rumänien siegreiche Radfahrer können im Westen oft nicht einmal das Rennen beenden. Die jungen Radfahrer müssten mehr unterstützt werden. Es sei frustrierend, nicht einmal  Preisgelder zu bekommen. Das sei früher auch Grosu passiert: Er siegte und erhielt ein Diplom. Von dem an den Rumänischen Radfahrerverband überwiesenem Preisgeld hat er nichts gesehen.
Grosu hofft, auch bei den Olympischen Spielen in Brasilien dabei zu sein. Das sei schwer aber nicht unmöglich. Und dann dort eine Platzierung auf den Rängen 20 bis 30 zu erreichen, das wäre im Bereich des Machbaren.

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