SPORTECHO: Mihaela Hogaş

Montag, 12. September 2016

Die Kronstädterin Mihaela Hogaş konnte im Februar in Lillehammer bei den Olympischen Jugendspielen zusammen mit Chiara Cristelli, Ole Jeske und Allan Dahl Johannson als Mitglied eines internationalen Teams im Mixed Sprint die Bronzemedaille gewinnen. Diese ungewöhnliche Austragungsform wurde vorgezogen, um die Beziehungen zwischen den jungen Sportlern aus den verschiedenen Ländern zu fördern. Es ist ihr bisher größter internationaler Erfolg und eine Bestätigung, dass sich die 17-jährige Sportlerin auf dem richtigen Weg befindet, der zu den Olympischen Winterspielen 2018 in Südkorea führt.

Mihaela ist Mitglied des Kronstädter Sportvereines Corona, wo sie von Bogdan Stănescu trainiert wird. Sie gehört inzwischen zum Top 20 der Weltelite in dieser Sportart, die in Rumänien ein großes Problem hat. Es gibt hierzulande nämlich keine reguläre Eispiste von 400 Meter, so dass viel im Ausland (in Österreich, Italien, Deutschland) trainiert werden muss, wo auch die rumänische Landesmeisterschaft in dieser Disziplin ausgetragen wird. Im vergangenen Jahr habe er rund 17.000 km mit einem Kleinbus oder mit dem eigenen Wagen zurücklegen müssen, sagt Trainer Stănescu, der dabei den Fahrer abgeben muss.

Mihaela Hogaş ist der Stolz der Wintersportarten in den Einzeldisziplinen bei Corona. Sie und ihre Kollegen von Corona (unter anderen Andrei Parnică, Bianca Stănică, Cristian Popa, Noemi Siko) stellen praktisch die rumänische Landesauswahl im Eisschnelllauf. Das sei nun mal eine Tatsache, aber es sei nicht in Ordnung, dass der rumänische Fachverband bisher sich nicht an den Kosten, was die Vorbereitung betrifft, beteilige, sagt der Corona-Vorsitzende Emilian Cernica. Im Verband herrsche ein Skandal ohne Ende, in dem auch Bestechungsaffären nicht fehlen.

Mihaelas Hoffnungen und Träume wurden in Bezug auf die Jugendolympiade erfüllt. „Diese Medaille verleiht mir Selbstvertrauen. Ich werde mit Sicherheit mich noch besser vorbereiten, weil ich mir sehr stark die Qualifikation für die Winterolympiade in Korea wünsche. Mein Ehrgeiz ist viel größer, weil ich nun noch mehr meinen eigenen Kräften vertraue“, sagt Mihaela. So kann sie leichter die vielen Opfer, die anstrengenden Trainingseinheiten, die fern von zu Hause verbrachten Wochen und Monate in Kauf nehmen.

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