SPORTECHO: Olimpia CSU

Sonntag, 21. Februar 2016

Zum Endspiel waren zahlreiche Fans aus Sanktgeorgen (in Grün) angereist.

Olimpia (in Blau) schrieb, trotz Niederlage, Vereinsgeschichte: erstmals im Pokal-Finale.
Fotos: Ralf Sudrigian

Im Kronstädter Sport sorgt nun das Basketball-Frauenteam von Olimpia CSU für Erfolgserlebnisse. Lange Zeit waren Eishockey und Frauenhandball die erfolgreichsten Mannschaftssportarten. Beide Teams werden vom Bürgermeisteramt über den Sportverein „Corona“ finanziert. Im Eishockey sieht es kurzfristig nicht gut aus:Die Handballerinnen zählen zwar zu den ersten Vier der Meisterschaft – aber von ihnen hätte man mehr erwartet. Mal sehen, was sie international im EHF-Pokal gegen Odense erreichen können.

Um so bemerkenswerter sind die Erfolge der von Dan Calancea trainierten Basketballspielerinnen. Nach der regulären Spielzeit stehen sie auf Rang 2 nach dem Spitzenreiter Sepsi aus Sanktgeorgen/Sf. Gheorghe. Nun stehen im Play-off Spiele gegen Phoenix aus Galaţi an. Im Falle einer Weiterqualifizierung tritt Olimpia im Halbfinale gegen den Sieger der Begegnung Universitatea Karlsburg – U Klausenburg an.

In der Final Four-Finalrunde des Landespokals, die in Kronstadt ausgetragen wurde, unterlag die Kronstädter Mannschaft deutlich (49 - 87) demselben Team aus Sanktgeorgen. Die Spielerinnen aus dem Nachbarort können den Pokal, wie im Vorjahr, zur Freude der rund 700 mitgereisten Fans, weiter für ein Jahr in ihrer Vitrine behalten. Umso lauter erklang nach der Pokalverleihung das Szeklerlied, obwohl die wichtigsten Leistungsträge-rinnen aus den USA kommen (Marshall, Thompson, Evans, Jeffery) und Spielmacherin Annemarie P²r²u, wie auch Trainer Zoran Mikes (Bosnien) nicht aus dieser Region stammen.

Hätte Olimpia gewonnen, so wäre es die erste Trophäe in der Vereinsgeschichte gewesen. Der Verein, der vom Kreisrat über den Sportverein Ţara Bârsei getragen wird, besteht zum größten Teil aus ausländischen Spielerinnen (Sharpe, Bartee, Logan, Pesovic), wobei aber auch Kronstädter Nachwuchstalente wie Ana Ferariu auf sich aufmerksam machen. Der Verein spiele weit über dem Niveau der Finanzierung und des Spieleraufgebots, sagte Trainer Calancea. Es sei zu wünschen, dass der Kreisrat sich großzügiger mit dem Sport und insbesondere dem Frauenbasket zeige, weil man da ganz oben mitmische. Beim Kreisrat hatte man unlängst bei der Zusammenstellung des Budgets darauf hingewiesen, dass ohne einen klaren Leitfaden über Sport-Finanzierung, die Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln auf ein Minimum beschränkt bleiben. Ein lokaler Sponsor für CSU Olimpia wird ins Gespräch gebracht – der Deutsche Wirtschaftsklub Kronstadt.

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