SPORTECHO: Zum dritten Mal in der Champions League

Montag, 10. September 2012

Mit Manchester United, Sporting Braga und Galatasaray kommen drei europäische Spitzenvereine in diesem Herbst ins moderne Klausenburger „Constantin Rădulescu“-Stadion. Das hat der ehemalige Eisenbahnarbeiterklub „CFR 1907 Cluj“ zustande gebracht. Zum dritten Mal war es am schwierigsten, denn es mussten zwei Play-off-Runden überstanden werden gegen die Landesmeister aus Ländern mit Meisterschaften, deren Niveau allgemein als höher als die hiesige eingeschätzt wird: Slovan Liberec (Tschechien) und FC Basel (Schweiz). Die Klausenburger konnten vier Siege vorweisen und sind so erneut in der Königsklasse des europäischen Fußballs präsent. Das bringt ihnen auch einen Haufen Geld ein: man spricht von 20 Millionen Euro.

Der Verein ist einer der ältesten des Landes. Das jüngste und erfolgreichste Kapitel in der Vereinsgeschichte beginnt aber erst 2001, als CFR den Aufstieg aus der C- in die B-Liga schaffte. Mit dem Unternehmer Árpád Paszkany und dem Vereinsdirektor Iosif Mure{an begann bei CFR eine Erfolgsserie, die einzigartig in der jüngeren rumänischen Fußballgeschichte ist: drei Landesmeistertitel (2007/08, 2009/10, 2011/12), drei Landespokale (2007/08, 2008/09, 2009/10) und zwei Superpokale (2009 und 2010). Zusammen mit Unirea Urziceni und Oţelul Galaţi konnten die Klausenburger die jahrzehntelange Dominanz der Bukarester Spitzenklubs Steaua und Dinamo abschaffen.

Zum Unterschied von Unirea und Oţelul sind die Klausenburger aber erneut international dabei und treten direkt im Kampf um den Meistertitel ein.Das verdanken sie einem professionellen und mutigen Management. Bei CFR setzte man das erste Mal  massiv auf ausländische Profi-Spieler (vor allem aus Portugal). Nun geht die Klubleitung weiter und mischt erfolgreich mit im internationalen Spielertransfergeschäft – nicht als Alleininhaber der Transferrechte sondern als Teilhaber mit einflussreichen Spieler-Impresarios und Vermarktungsfirmen. So werden die Risiken in Grenzen gehalten, wobei die Gewinne auf dem Transfermarkt sich dennoch sehen lassen.

Auch moralisch sind die Klausenburger korrekt: sie geben nun Trainer Ioan Andone die Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau zu behaupten. Er hatte den ersten Titel für CFR errungen, wurde dann aber ausgewechselt. Im Frühjahr wurde er nun erneut verpflichtet. Mit viel Erfolg, den er nun hoffentlich auch ausbauen kann.

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