Sprachvielfalt an der Babeş-Bolyai-Universität

Hochschule bietet Studenten zahlreiche Studienmöglichkeiten an

Montag, 24. März 2014

Studierende von überall her haben die Möglichkeit, an den Schnupperstudiumtagen teilzunehmen.

Die Gutenberger Zeitung wird mit Interesse durchgeblättert.

An der Babeş-Bólyai–Universität (BBU) aus Klausenburg/Cluj-Napoca hat man die Gelegenheit, an mehreren Fakultäten in deutscher Sprache zu studieren. Dieses Angebot gibt es seit 1995, als die Leitung der Universität die Entscheidung traf, diese, nach dem kulturellen und geschichtlichen Aufbau Siebenbürgens, neu zu gestalten und das Studium in drei Sprachen zu ermöglichen: Rumänisch, Ungarisch und Deutsch. Seitdem gibt es auch eine bedeutende Zusammenarbeit mit angesehenen Universitäten aus Europa und Partnerschaften, die es möglich machen, in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz einen Sommer, ein Semester, oder ein Jahr zu studieren und an Internships teilzunehmen.

Deutschsprachige Studienrichtung an der Babeş-Bólyai–Universität

Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Unternehmensführung bietet in deutscher Sprache ein Studium für Betriebswirtschaftslehre und ein Studium für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an, wo Studenten neben volkswirtschaftlichen Grundlagen, betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und Fähigkeiten bzw. mathematischen Grundlagen auch Informationstechnologiekenntnisse entwickeln werden. Am Ende des Studiums werden, unter anderem, folgende potenzielle Arbeitsfelder für sie zugänglich: Internationale Wirtschaftsbeziehungen oder Finanzgeschäfte, Produktionswirtschaft und Logistik, Absatz und Marketing, Finanzwirtschaft, internes und externes Rechnungswesen, Organisation und Management.

Die Fakultät für Europastudien hat ein Studienangebot für Internationale Beziehungen und Europastudien. Das Ziel dieser Fakultät besteht darin, künftige Spezialisten im Bereich der Europastudien, der internationalen Beziehungen, der europäischen und internationalen Institutionen und Organisationen, sowie der klassischen Geisteswissenschaften auszubilden. Verschiedene Lehrveranstaltungen  in den Bereichen Geschichte, europäische Institutionen, Politikwissenschaften, Internationale Beziehungen, Kulturwissenschaften, Soziologie, Wirtschaft, Philosophie und Rechtswissenschaften werden angeboten.  Als potenzielle Arbeitsfelder werden hier folgende aufgezählt: Institutionen der EU, UN, UNESCO, OSZE; Diplomatie; staatliche Institutionen: Parlament, Regierung, Ministerien, Präfekturen, Bürgermeisterämter, Stadt- und Kreisräte; politische Parteien; Handels- und Industriekammern; Geschäftszentren; NGO und multinationale Unternehmen.

An der Fakultät für Politik-, Verwaltungs- und Kommunikationswissenschaften kann man Kommunikationswissenschaft und Öffentlichkeitsarbeit bzw. Journalismus studieren. Hier kann man an verschiedenen Internships in unterschiedlichen Institutionen teilnehmen, wie zum Beispiel: Medienunternehmen, Privatgesellschaften, lokale und zentrale Verwaltung. Aufgrund der erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen können sich die Absolventen der Abteilung „Journalismus” für folgende Berufe bewerben: in den Printmedien als Reporter, Redakteur, Verleger, Fotoreporter und technischer Redakteur; in den audio-visuellen und neuen Medien als Reporter, Redakteur, Online-Redakteur und Webdesigner. Absolventen der Abteilung „Kommunikationswissenschaft und Öffentlichkeitsarbeit” können folgende Berufe  in Betracht ziehen: PR-Berater, Kommunikationsberater, Strategen von Förderkampagnen, Experten in der inter- und intrainstitutionellen Kommunikation, Pressesprecher usw.

Die Philologische Fakultät bietet den Bewerbern die Möglichkeit, Deutsch und eine andere Sprache zu studieren. Vor mehr als 50 Jahren wurde an der Babe{-Bólyai–Universität ein Lehrstuhl für Germanische Philologie eingerichtet, der sich der Ausbildung von Deutschlehrern, sowie der Forschungen über die deutsche Sprache der Gegenwart, die deutsche Literaturgeschichte, deutsche und österreichische Kultur und Landeskunde widmet. Die Arbeitsfelder, die in Betracht genommen werden sollen, sind folgende: Lehramt, journalistische Tätigkeiten in Print- und anderen Medien, literatur- und kulturvermittelnde Berufe wie Verlagslektor oder Kulturreferent, Tätigkeiten in Bibliotheken, Berufe im Hochschulbereich und Forschungseinrichtungen und Übersetzertätigkeiten.

An der Fakultät für Geografie kann man Grundkenntnisse der Physischen Geografie, wie Kartografie, Geologie, Geomorphologie, Hydrologie oder Meteorologie, der Humangeografie, wie Bevölkerungs- und Siedlungsgeografie, soziale und politische Geografie, Wirtschaftsgeografie oder andere, sowie der Regionalgeografie wie Erdteile, Landschaft, Raumplanung oder die Geografie Rumäniens erwerben, die Absolventen  anschließend in folgenden Bereichen anwenden können: Naturschutz, Stadt- und Kommunalmarketing, Tourismus, Landschaftsplanung, Fachbibliotheken, Lehramt, Hochschulen und Universitäten, Fachjournalismus, hydro-meteorologischer Dienst und Raumplanung.

Die Fakultät für Biologie und Geologie bietet in Richtung deutscher Sprache die Möglichkeit eines Studiums auf dem Gebiet der Ökologie und des Umweltschutzes. Potenzielle Arbeitsfelder wären nach dem Studium folgende: staatliche und private Arbeitgeber wie zum Beispiel Schulen, Forschungsinstitute, Universitäten, Umweltämter, Rathäuser und Verwaltung von Nationalparks und Naturschutzgebieten.

Die Fakultät für Mathematik und Informatik ist die jüngste Fakultät, die sich dem deutschen Studiengang angeschlossen hat. Das angestrebte Ziel des Studiums ist, dass die Studierenden sich die für die Berufspraxis notwendigen, theoretischen und praktischen Fachkenntnisse auf den folgenden Gebieten aneignen: Grundlagen der Informatik (Programmierung), Algorhythmen und Datenstrukturen, objektorientierte Programmierung, Fortgeschrittene Programmierungsmethoden, logische und funktionale Programmierung, Graphentheorie, formale Sprachen und Compiler. Software-Engineering, Software-Verification, Software-System-Entwicklung, Datenbanken und Informationsverwaltung, Betriebssysteme, künstliche Intelligenz, Web-Programmierung und Medienerfassung und -bearbeitung. Darüber hinaus wird den Studierenden die Möglichkeit geboten, das Studium praxisorientiert zu gestalten und sich auf das Berufsfeld vorzubereiten.

Ein erfolgreich abgeschlossenes Studium des Studiengangs Informatik in deutscher Sprache öffnet die Türen für ein großartiges Berufsleben, sowohl in den Förderfirmen wie Porsche AG, EBS Romania SA und MPH Consulting Romania SRL, als auch in anderen Computer- und Softwarefirmen, Banken, Versicherungen, Technologiezentren und High-Tech-Firmen, Forschungsinstituten, Schulen und Hochschulen.

Schnupperstudiumtage

Wer Interesse an der deutschsprachigen Studienrichtung der BBU hat, kann mehr darüber erfahren durch das Projekt Schupperstudiumtage. Das heißt, dass Schüler aus dem ganzen Land einige Tage die Lehrveranstaltungen der Fakultäten besuchen, um einen ersten Einblick in das gewünschte Studium zu gewinnen. Während dieser Tage kann man die Erfahrungen der Studenten aufschnappen, deren Meinungen hören, Freundschaften schließen und natürlich das Studentenleben kosten.  Zur Hilfe und Verfügung stehen auch die Professoren, die Einblick in die einzelnen Fakultäten gewähren.
Das Ziel dieser Veranstaltung besteht darin, die deutschsprachigen Fakultäten der Babeş-Bolyai–Universität vorzustellen.  In Klausenburg können die Teilnehmer vier Tage lang an Vorlesungen teilnehmen, um einen Einblick in die Studienrichtungen zu bekommen. Dieses Projekt wird von dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Studentenverein organisiert und findet zwischen dem 7. und 11. April 2014 in Klausenburg statt.  
Es ist eine bedeutende Chance, in deutscher Sprache  studieren zu können, die man nicht verpassen sollte. Alle können an den Schnupperstudiumtagen teilnehmen, wo eine Entscheidung getroffen oder verstärkt werden kann. Weitere Infos sind unter der Email-Adresse  daad.huebner@gmail.com erhältlich.   

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