Sprudelwasser aus dem Sonnenviertel

„Fântânel“: Erster Sodawasserbrunnen des Landes

Dienstag, 09. April 2013

Ist das Wasser auch wirklich gratis? So die erste Frage der Temeswarer vor dem ungewöhnlichen Sodawasser-Brunnen im Sonnenviertel.
Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar - Das gute alte Sodawasser aus Großmutters Zeit ist wieder da: Auf Initiative der Temeswarer Kommunalverwaltung und in Zusammenarbeit mit der Temeswarer Privatfirma Norad Group wurde am letzten Wochenende im „Wäldchen“, dem Stadtpark im Sonnenviertel, ein Sodawasserbrunnen eröffnet. „Fântânel“ heißt der Brunnen, und damit ist dieser Wasserautomat nicht nur der erste seiner Art in der Begastadt sondern auch eine Landespremiere. Die Temeswarer können da nicht nur das einst so beliebte Sprudelwasser sondern auch stilles Wasser und frisches stilles Wasser abzapfen. Zirka ein Monat, also bis zu den orthodoxen Ostern, auch noch unentgeltlich, darauf für 50 Bani je zwei Liter.

Rundum ist es als eine bei der Bevölkerung willkommene Frühlingsinitiative der Stadtverwaltung zu werten, obwohl die meisten Temeswarer schon seit Jahren ihr tägliches Trinkwasser von den über 100 Tiefbrunnen in allen Stadtteilen abfüllen oder man sich in Temeswarer Haushalten in den letzten Jahren wieder verstärkt zum Konsum von Leitungswasser orientiert hat, dessen Qualität durch den Anschluss zahlreicher Tiefbrunnen aus der Umgebung der Stadt an die städtische Trinkwasserleitung beträchtlich gestiegen ist. Ein Teil der Stadtbewohner hat sich jedoch daran gewöhnt, das nötige in Plastikflaschen abgefüllte Trinkwasser, von Tafel- bis Mineralwasser, aus dem Laden von nebenan oder aus dem Hypermarkt zu beschaffen.  Das absolute Novum eines derartigen „Fântânel“-Brunnens ist eben das Sodawasser direkt vom öffentlichen Brunnen aus dem Stadtpark.

Die größten Vorteile könnten jedoch für alle durch das Ausschalten der umweltschädlichen und krebserregenden Kunststoffflaschen kommen: Laut Statistik werden in unserem Land derzeit nur fünf Prozent der Plastikflaschen gesammelt und in Zentren wiederverwertet. 95 Prozent gelangen noch immer auf die Müllhalden. Wartung und Überprüfung des neuen Brunnens, der Apparatur – bei Erfolg verspricht die Firma Norad Group weitere derartige Brunnen in Temeswar zu eröffnen – obliegt der vorgenannten Firma. Zusätzlich sollen jeden dritten Monat die obligaten und fachgerechten Sanepid-Kontrollen folgen. Jeder Wasserautomat kann durchschnittlich täglich 2500 Liter Wasser liefern, also 1250 Flaschen von je zwei Liter abfüllen. Das ergibt außerdem auch 65 Großlaster mit Wasserflaschen weniger auf den Temeswarer Stadtstraßen.    

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