Staatsanwalt fordert Unterlagen über 144 Parlamentarier

Donnerstag, 11. Juni 2015

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Generalstaatsanwalt Teodor Niţu hat vom Parlament Unterlagen über 144 Abgeordnete und Senatoren gefordert, die im Verdacht stehen, Verwandte in ihren Parlamentarierbüros angestellt zu haben. Diese Untersuchung der Generalstaatsanwaltschaft würde parteiübergreifend geschehen. Die Nationale Integritätsagentur ANI hat die Angelegenheit dieser Interessenkonflikte angestoßen.

Es wird darauf verwiesen, was bisher in solchen Fällen geschehen ist: Einige Parlamentsmitglieder haben ihr Mandat eingebüßt, wenn ein Gericht sie für schuldig befunden hat. Es ist unklar, in welche Richtung dieser Schlag gegen die angebliche Vetternwirtschaft in der gegenwärtigen angespannten politischen Situation führt.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 12.06 2015, 13:17
sraffa-im Vergleich zu den anderen Delikten der Parlamentarier und Senatoren ist das hier im Moment ein unbedeutender Nebenkriegsschauplatz,im Moment gibt es Wichtigeres,auch wenn hier gegen geltendes Recht verstoßen wird.
Unfallflucht ist ein Verkehrsdelikt,Falschparken ist es auch...
Sraffa, 11.06 2015, 22:34
@Beobachter : Ich würde mich gaaaar nicht aufregen wenn ich wüsste daß @Fritz und Sie und vermutlich auch andere "Berufskommentatoren" hier von dem Nepotismus profitieren; das wären dann doch dann wenigstens klare Verhältnisse ! Millionen ehrlich arbeitender akademischer Rumänen befinden sich im Ausland weil Ihnen nämlich u.a. alltäglicher Nepotismus in Rumänien die beruflichen Chancen verdirbt -diese Menschen haben schon längst mit diesem System abgerechnet. Im Bayerischen Parlament und den Stadtverwaltungen wird gerade aktuell die Beschäftigung von Verwandschaft auf den Index gestellt, Bayerische Landräte werden wegen praktizierten Nepotismus verurteilt aber für Sie hier in RO erscheint das alles normal !
Beobachter, 11.06 2015, 20:47
Herr Sraffa, echauffieren Sie sich doch nicht so! Es ist ja richtig, daß das Anstellen von Nicht-Verwandten nichts, aber auch gar nichts garantiert. Oder glauben Sie das tatsächlich? Wenn es nur so simpel wäre...! Dennoch Herzliche Grüße.
Und Herr Manfred, Sie haben Recht, es ist völlig nebensächlich.
Sraffa, 11.06 2015, 20:18
@Fritz : Ihre Frage ist einfach zu beantworten : Sie relativieren die gerechtfertigte Forderung nach Abschaffung des Nepotismus in Form der Verwandtenbeschäftigungsverhältnisse in dem Sie argumentieren daß deren Abschaffung keine Garant dafür sei daß es danach mit ordentlichen Dingen zugeht. Dann stecken Sie doch weiterhin einfach Ihren Kopf in den Sand und lassen mit sich geschehen. Und bei "Ottmar"/"Norbert" habe ich darauf hingewiesen daß das Internet nichts vergisst, auch nicht deren z.T. klar volksverhetzende Äusserungen über Rumänen im Allgemeinen, die strafrechtlich verfolgt werden können, erst Recht in D. "Meinungsfreiheit" hört nämlich da auf wo elementare Grundrechte Anderer verletzt werden , erst Recht in Demokratien !
Manfred, 11.06 2015, 20:17
Ob der Abgeordnete seine Tochter oder die Nachbarin als seine Sekretärin beschäftigt erscheint mir in der aktuellen Situation als relativ unbedeutend,ob es verboten ist oder nicht...,man muß nicht alles dramatisieren.
Fritz, 11.06 2015, 18:12
@Sraffa, es ist mir schon des Öfteren aufgefallen, daß Sie nicht kritikfähig sind, jedoch gerne andere schulmeistern und sogar einzuschüchtern versuchen (z.B. Ottmar..."alles wird hier protokolliert..."). Doch sagen Sie: Wodurch wird meine Toleranz transparent? Klären Sie mich freundlicherweise auf!
Sraffa, 11.06 2015, 18:01
@Fritz : Natürlich nicht aber erst Recht nicht durch Nepotismus wie Sie ihn ganz offen tolerieren. Vielleicht bewerben Sie dort mal für einen Beratervertrag ?!
Fritz, 11.06 2015, 17:17
...und wenn ein Nicht-Verwandter dort arbeitet, ist es dann gewährleistet??? Papperlapapp, Sraffa, um Qualität geht es nicht. Man will nur dem Wähler ggü. den Schein wahren.
Sraffa, 11.06 2015, 16:31
@Konrad : Das Mandat, welches der Abgeordnete erhalten hat hat er vom Rumänischen Wähler erhalten ; diesem Wähler ist der Abgeordnete zuerst verpflichtet in all seinem Tun, von diesem Wähler wird er auch bezahlt ! Daher ist eine Beschäftigung von Verwandschaft abzulehnen, da hier nicht gewährleistet ist daß im Ergebnis die besten Kräfte Rumäniens dem Abgeordneten zur Verfügung stehen; kurz : Sein Büro ist nicht sein Wohnzimmer !
Konrad, 11.06 2015, 13:51
Der Sinn dieser Regelung, dass keine Verwandten in den Bueros der Parlamentsmitglieder beschaeftigt werden duerfen, bleibt mir allerdings verschlossen. Es ist doch vollkommen egal, ob irgeneiner aus der Verwandschaft oder eine fremde Person Briefe tippt und Telefonate entgegennimmt. Oder bekomme ich da irgendwas in den falschen Hals ?

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*