Staatschef erhebt schwere Vorwürfe gegen den Premier

„Geldwäsche“-Affäre angeblich für Amtsenthebungsverfahren

Mittwoch, 13. November 2013

Bukarest (ADZ) - Die Beschuldigungen des liberalen Senators Sorin Roşca Stănescu über die von Traian Băsescu 2004 angeblich betriebene Geldwäsche sind nach Angaben des Staatschefs „Teil eines Plans“ gewesen, der zu einem neuen Amtsenthebungsverfahren gegen ihn führen sollte. Ein mit der Prüfung besagter Vorwürfe beauftragter Parlamentsausschuss, den PNL-Chef Crin Antonescu bereits ins Gespräch brachte, hätte ihn des Hochverrats bezichtigen und dann ein weiteres Amtsenthebungsverfahren gegen ihn einleiten sollen, erklärte der Präsident am Montag in einem TV-Gespräch.

Băsescu zufolge waren sowohl Premier Victor Ponta als auch Medienzar  Dan Voiculescu in Stănescus faules Spiel verstrickt – Ponta habe zeitgleich gewettert, der Präsident verkaufe „Rumäniens Interessen bei EU-Gipfeln“. Senatschef Antonescu, der bei einer weiteren Amtsenthebung erneut Interims-Präsident würde, hat indes nach Meinung des Staatschefs diesmal die Hand nicht im Spiel gehabt.

Pontas Behauptung, er würde die Interessen des Landes bei EU-Gipfeln verkaufen, bezeichnete der Präsident als „gravierend“ – selbst wenn man ihm die „Verkäuferrolle“ zutraue, dürfe man sämtliche EU-Spitzenpolitiker nicht mit „Käufer“-Unterstellungen beleidigen. Băsescu wollte gestern bei der Begegnung mit den Staats- und Regierungschefs in Paris diese bitten, Pontas Aussagen zu ignorieren.

Kommentare zu diesem Artikel

Skeptikus, 13.11 2013, 16:49
Ein endloses Kasperltheater der beiden obersten Vertreter eines Landes, was eines zivilisierten europaischen Staates unwuerdig ist! Staatsmaennisch ist was anderes....
Manfred, 13.11 2013, 14:48
Das ist mehr als Denunziation!Mit einem guten Generalstaatsanwalt könnte es einen Anfangsverdacht wegen Hochverrats geben!
Ottmar, 13.11 2013, 14:06
@Hans weil es in Rumänien keine Rechtstaatlichkeit gibt, kann jeder jeden denunzieren ohne dafür durch das Gesetz belangt zu werden. In Rumänien gilt immer noch das Faustrecht und der mit der grössten Faust (Geld, Medienmacht..) gewinnt. Drum bleibt Rumänien hoffentlich solange ausserhalb Schengen bis hier das Recht einkehrt.
Hanns, 13.11 2013, 13:12
Da werden noch immer die selben Spielchen gespielt wie in der kommunistischen Zeit. Die Gegner werden mit Lügengeschichten diffamiert um dann entsorgt zu werden. Es sollte endlich ein Schlussstrich unter diese unsägliche Vergangenheit gezogen werden, damit Rumänien Luft zum Atmen bekommt! Wieso dürfen solche Typen wie Voiculescu noch immer frei herumlaufen?

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