Staatschef fordert erhöhte Reaktionsfähigkeit der Armee

Băsescu: Russlands Unberechenbarkeit zwingt uns dazu

Samstag, 29. März 2014

Staatspräsident Traian Băsescu und Regierungschef Victor Ponta bei der Jahresbilanz des rumänischen Verteidigungsministeriums.
Foto: Agerpres

Bukarest (ADZ) - Anlässlich der Jahresbilanz des Verteidigungsministeriums hat Ressortchef Mircea Duşa am Donnerstag aufgezeigt, dass Rumäniens Armee in kaum einem Jahrzehnt und trotz krisenbedingter Spar-Etats zu einem guten Teil modernisiert werden konnte, um den NATO-Standards zu entsprechen.

Duşa hob hervor, dass die Zahl der sich in den letzten zehn Jahren an internationalen Einsätzen beteiligenden rumänischen Soldaten inzwischen bei 40.000 liegt.
Staatschef Traian Băsescu mahnte eine erhöhte militärische Reaktionsfähigkeit an, da Russland „unberechenbar“ geworden sei. Das Vorgehen Moskaus in Georgien, Abchasien und auf der Krim seien keine „isolierten Ereignisse“, Politiker und Militärstrategen könnten inzwischen nicht umhin, sich zu fragen, „wer als nächster an die Reihe kommt“ - ob nun „der Süden der Ukraine bis nach Odessa und die Donaumündung oder Transnistrien“. Daher müsse der Verteidigungsetat nach Möglichkeiten aufgestockt werden, so der Staatschef.

Die Lage in der Region scheint sich indes zu verschärfen: Laut westlichen Sicherheitskreisen stockt Moskau seine Truppen an der Ostgrenze der Ukraine derzeit massiv auf – und zwar erneut mit Spezialeinheiten und Milizen in Uniformen ohne Hoheitsabzeichen. Der Vorsitzende des ukrainischen Sicherheitsrates, Andrij Parubij, verlautete seinerseits, sein Land stehe offenbar vor einer „massiven russischen Invasion“.

Kommentare zu diesem Artikel

Deutscher, 03.04 2014, 12:31
Das was der Präsident hier anklingen lässt ist purer Aktionismus. Jeder der sich ein bisschen auskennt weiss, das es keine Entwicklung in Europa ohne eine ernsthafte Zusammenarbeit mit Russland gibt, egal welche Probleme von manchen Politiker angeprangert werden, die es angeblich in Russland gibt. Hier sich den Amerikanern derart anzubiedern halte ich für viel gefährlicher als Russland zu verschmähen. Russland hat nunmal Gas und Öl und ist gleichzeitig ein riesiger Exportmarkt für die EU in fast allen Bereichen. Die ständige Diskussion um Menschenrechte und Korruption von den Medien geht vielfach zu weit. Während man über Saudi Arabien fast nichts hört, obwohl dort nach der Scharia Recht gesprochen wird und Menschen öffentlich mit dem Schwert enthauptet werden, wird das fast nie erwähnt, obwohl von dort auch Öl kommt, aber die Verbrüderung mit den Amerikanern soweit fortgeschritten ist, das sich kein Journalist traut darüber etwas zu schreiben, man könnte ja in einen Fettnapf treten.
Jeder der heutzutage die Zeitung liest muss wissen, dass die Wahrheit irgendwo zwischen den Zeilen steht.
Sraffa, 30.03 2014, 03:36
Kurz nach seinem Amtsantritt beteuerte Basescu dass sein Land Teil der "Achse Washington-London- Bukarest" sein werde. Diese Aussage musst er schon damals dem Deutschen Kanzler Schröder erklären. Der fragte nämlich, was das solle ? Seine erste Auslandsreise führte ihn -uneingeladen- zu Tony Blair nach London. Soviel zur Orientierung des Rumänischen Kapitäns zur See.
Helmut, 29.03 2014, 20:44
Wer unberechenbar ist,ist dieser Staatspräsident.Rumänien droht von Russland ebenso viel Gefahr wie von jedem andern Staat in Europa.Das Verhältnis zwischen Rumänien und Russland ist fast problemlos und auf gegenseitiger Achtung aufgebaut.Wenn eine Gefahr für das Land droht,dann kommt diese von Herrn Basescu. Er möchte sich mit seinen Aufrüstungsplänen(Kriegspropaganda) international profilieren und bringt damit das Land in eine politische Gefahr.Warum fürchtet er sich nich vor den US-Amerikanern welche in den letzten Jahrzehnten zahreiche Länder(Irak,Grenada,Vietnam,uvm. ,nur in Kuba scheitere dieser Versuch kläglich) überfallen haben und alle Machthaber, welche nicht nach ihren Takt getanzt haben stürzten.Schluß mit der Dämonisierung von Putin und Russlands.Wir wollen in Europa in Frieden leben und benötigen keine Kriegspropaganda.Eine Lösung der ukrainischen Probleme kann nur in vernünftigen,repektvollen Verhandlungen erfolgen.Basescu soll nicht vom aufrüsten reden,er soll lieber Vorschläge zu einer friedlichen Lösung bringen.Aber wahrscheinlich fehlt ihm dazu die nötige Intelligenz.Er soll sich ein Beispiel am österreichischen Bundeskanzler Faymann(SPÖ) und dem jungen Außenminister Kurz(ÖVP) nehmen,welche mit konkreten Vorschlägen versuchen dieses Problem in die richtigen Bahn zu lenken.

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