Staatschef: Putins Drohungen können uns nicht einschüchtern

Russischer Diplomat: Schwarzes Meer „nie NATO-See“

Donnerstag, 02. Juni 2016

Bukarest (ADZ) - Staatschef Klaus Johannis hat am Dienstag Stellung zum jüngsten rhetorischen Säbelrasseln des russischen Präsidenten Wladimir Putin bezogen, der Rumänien bekanntlich wegen des unlängst in Deveselu in Betrieb genommenen NATO-Raketenschutzschilds mit Gegenmaßnahmen gedroht hatte. Derlei Drohungen „können uns nicht einschüchtern, sondern bestärken uns nur darin, dass unsere Herangehensweise korrekt ist, die Sicherheit durch die NATO als Reaktion auf die Haltung Russlands in der Schwarzmeer-Region zu verstärken“, sagte Johannis anlässlich einer Konferenz. Russland sei in den letzten Jahren „immer aktiver und aggressiver gegenüber seinen Nachbarn“ geworden und habe internationales Recht verletzt – durch die Annexion der Krim sei das Sicherheitsgleichgewicht im Schwarzmeerraum schwer geschädigt worden, weshalb sich Rumänien auch beim nahenden NATO-Gipfel für eine erhöhte Aufmerksamkeit des Verteidigungsbündnisses für das Schwarze Meer einsetzen werde, so der Staatschef. In einem am Dienstag veröffentlichten Zeitungsinterview sagte der russische NATO-Botschafter Alexander Gruschko indes, dass sein Land „angemessen auf mögliche Bedrohungen der NATO im Schwarzmeerraum“ reagieren werde, allerdings wisse das Bündnis nur allzu gut, dass das Schwarze Meer „nie ein NATO-See wird“.

Kommentare zu diesem Artikel

Rolf Joachim, 02.06 2016, 17:55
Da wird aber von Johannis einiges falsch dargestellt. Tatsache ist, dass sich Russland seit 1989 stetig aus allen östlichen Regionen zurückgezogen hat. Aus Anerkennung und Dankbarkeit, hätte der Westen gut daran getan, wie mündlich schon zugesichert, keine Nato in diesen Staaten zu stationieren. Statt dessen zieht die Nato als kriegstreibende Kraft ,hinterher. Die Nato ist keine Verteidigungsarmee, sondern eine provozierende, im Auftrag der USA handelnde Armee.
Johannis sollte aufpassen, dass er auf der Schleimspur nicht ausrutscht.

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