Staatschef: Rumänien wird künftig eine Nato-Kommandozentrale beherbergen

Nato-Gipfel beschließt Eventualfallplanung für unser Land

Dienstag, 09. September 2014

Foto: presidency.ro

Bukarest (ADZ) - Staatschef Traian Băsescu hat das vom Kreml und den ukrainischen Separatisten mit Nachdruck propagierte „Konzept Neurussland“ am Sonntag als „Bedrohung für die nationale Sicherheit“ bezeichnet. Nur 160 Seemeilen entfernte russische Kriegsschiffe, die rumänische Hoheitsgewässer binnen weniger Stunden erreichen könnten, der von Kreml-Chef Wladimir Putin wiederholt benutzte Begriff „Neurussland“ und die jüngsten Aussagen ukrainischer Separatisten, bis zur „rumänischen Grenze“ vordringen zu wollen, würden Anlass zur Sorge bezüglich möglicher „irrationaler“ Vorstöße bis zum Donauarm Chilia bieten, so Băsescu in einer Presseerklärung.

Für Rumänien sei es daher umso wichtiger, dass auf dem jüngsten Nato-Gipfel im walisischen Newport erstmals eine Eventualfallplanung – der sogenannte Contingency Plan – für das Land beschlossen wurde, dieser Plan ziehe sämtliche Angriffsszenarios – Boden-, Luft- oder Seeangriffe – in Betracht.

Davor hatte der ukrainische Separatistenführer Pawel Gubarew gegenüber der BBC erklärt, dass er nur dann „zufrieden“ sein werde, wenn „unsere Armee“ die „rumänische Grenze“ erreicht habe. Letzte Tage hatte bereits der ukrainische Präsident Petro Poroschenko gewarnt, dass Russland seines Erachtens nicht bloß „Kiew, sondern auch Vilnius, Riga, Tallinn oder Bukarest“ besetzen könnte. Dieses Katastrophenszenario wies Staatschef Băsescu jedoch entschieden zurück: Eine derartige Gefahr sei bei einem Nato-Staat zu „ 99,9 Prozent“ nicht gegeben und auch die „0,01 Prozent“ ziehe er lediglich in Betracht, weil er angesichts der aktuellen „Sicherheitskrise“ als Staatschef immerhin verpflichtet sei, auch die Möglichkeit eines „irrationalen“ Verhalten Moskaus nicht komplett auszuklammern.

Dem Staatschef zufolge wird Rumänien künftig eine Nato-Kommandozentrale beherbergen, da das Schwarze Meer anhand der jüngsten Nato-Gipfel-Beschlüsse nunmehr als strategisch wesentliche Region gilt. In diesem Kontext werde auf Vorschlag der USA im Schwarzen Meer ein Flotten-Übungszentrum eingerichtet, zudem werde Rumänien die Rahmenbedingungen für die Datensicherheit der Ukraine bereitstellen, fügte Băsescu hinzu.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 09.09 2014, 15:20
Rumänien sollte die aktuelle Gefahr eigentlich sehen ,die aus ihrer geistigen Beschränkung als Gefahr geshen wird. Für Normal denker wäre dies ein Segen. Das ist nicht Russland für Rumänien,sondern die Abstimmung in Schottland.Sollte die knappe Mehrheit der letzten Umfrage eintreten bei der Volksabstimmung im September.Wissen die Ungarn in ihrer Heimat(die von Rumänien regiert und verwaltet wird.)wie man diesem Spuk ein Ende macht. Dies wird für Rumänien zum Problem. Für Normal denkenden Menschen wäre dies ein Segen für die Ungarn und für die Rumänen. Nur da langt es in der Birne nicht zu erkennen ,warum Deutschland ;osterreich, die Schweiz, und andere Länder kein Nationalstaat mehr sind ,sondern Bundesländer. Ich komme aus Rheinland Pfalz, meine Ministerpräsidentin ist. Ist Frau Manu Dreyer.Fragen sie mal ob ein Mainzer zu Wiesbaden gehören möchte.Der würde dem jenigen die Pistole an den Schädel halten. Gott seis Gedankt. Das die Deutschen in vielen Punkten nach dem Krieg gelernt haben ,wie man es besser machtr, Und es auch immer noch weitermachen. Es wird nicht mehr lange Dauern dann bekommen wir in Deutschland wie in der >Schweiz auch Volksabstimmungen. Die Rumänen,sind da noch in der Steinzeit.Sie können politisch nicht auf diese Fragen antworten.Deswegen werden es die Ungarn für sich tun.

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