Staatshaushalt mit vielen Schwachstellen und Risiken

Staatschef empfängt IWF-Mission für Rumänien

Samstag, 18. März 2017

Bukarest (ADZ) - Aus Anlass des Abschlusses ihres Besuches in Bukarest hat Staatspräsident Klaus Johannis am Donnerstag die unter Leitung von Reza Baqir stehende Mission des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Rumänien empfangen, die nach ihrer jüngsten Evaluierung der heimischen Wirtschafts- und Finanzeckdaten dem Staatsoberhaupt nun ihr Fazit mitteilte. Missionschef Baqir habe vor allem darauf verwiesen, dass der „gegenwärtige Haushaltsrahmen eine Reihe von Schwachstellen und Risiken“ aufweist, weshalb eine zügige und „erhebliche Steigerung“ der Steuereinnahmen, der Fördermittel-Absorption, sodann mehr Berechenbarkeit in der Steuer- und Wirtschaftspolitik sowie eine „entschlossene Fortsetzung der Korruptionsbekämpfung“ empfohlen wurde, teilte die Präsidentschaft anschließend in einer Presseerklärung mit.

Für die Wirtschaftspolitik empfahlen die IWF-Experten zudem ausdrücklich ein Umdenken: Es sei ratsam, von weiteren Maßnahmen zur intensiven Stimulierung des Konsums abzusehen und stattdessen Maßnahmen zur Förderung von Investitionen sowie der „produktiven Struktur der rumänischen Wirtschaft“ zu ergreifen.
Gegenwärtig hat Rumänien bekanntlich zwar kein Kreditabkommen mit dem Internationalen Währungsfonds laufen, wird jedoch als Mitgliedsland des IWF in regelmäßigen Abständen von dessen Expertenmissionen besucht.

Kommentare zu diesem Artikel

Michael, 18.03 2017, 09:25
Diese ganze Situation, wie sie von der IWF klar und deutlich erörtert wurde, ist eine Teifelskreis, den die derzeitige und unfähige Regierung mit der momentanen Politik niemals in Griff bekommen wird. Ich habe bereits mehrmals betont, daß Rumänien ausländische Investoren braucht. Die Anti-Korruptionspolitik jedoch verunsichert diese und hält sie davon ab, weiter zu investiern. Die im Ausland arbeitenden Rumänien müssen durch Verbesserung der Bedingungen hierzulande zurückgeholt werden. Die Klein-und Mittelindustrie muss mehr gefördert werden und nicht durch unsinnige Beschränkungen, die vor allem im Verwaltungsbereich sichtbar sind, behindert werden. Nur dadurch können die notwendigen Steuer-Mehreinnahmen erzeilt werden. Das weiß normalerweise jeder, der sich etwas mit Betriebs-und Volkswirtschaft auskennt. Das sollten sich auch die Herren Dragnea und Konsorten einmal zu Gemüte führen und darüber nachdenken und nicht nur um das eigene Wohl besorgt sein.

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*