Staatsmann und Wissenschaftler

AKSL-Jahrestagung zu Brukenthal am kommenden Wochenende

Dienstag, 13. Juni 2017

Hermannstadt – Dem 200. Jubiläum des Brukenthalmuseums und seinem Begründer Samuel von Brukenthal (1721-1803) widmet der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL) seine wissenschaftliche Jahrestagung 2017, die vom 16. bis 18. Juni in Hermannstadt/Sibiu stattfindet. Getagt wird Freitagnachmittag in der Brukenthalschule und Samstag im Blauen Stadthaus am Großen Ring, am Sonntag leitet Dr. Konrad Gündisch eine Exkursion zu Brukenthals Wirkungsstätten in Siebenbürgen nach Freck/Avrig, Leschkirch/Nocrich und Sâmbăta. Die Tagung beginnt am Freitag, den 16. Juni, um 17 Uhr mit dem Vortrag von Prof. Dr. Harald Heppner (Graz) zu „Siebenbürgen im europäischen Kontext des 18. Jahrhunderts. Kontinuitäten und Zäsuren“. Am Samstag, den 17. Juni, werden ab 8.30 Uhr im Rahmen des ersten Panels zum Thema  „Staat – Staatsmann – Religion und Kirche“ Dr. Horst Erwin Schuller (Salzburg) über „Brukenthal in Wien. Sein Verhältnis zur Siebenbürgischen Hofkanzlei“, Dr. Julia Krämer-Riedel (Köln) zum Verhältnis von Kirche und Ordenswesen in der Zeit der Aufklärung am Beispiel des Piaristenordens und Prof. Dr. Dres. h.c. Paul Philippi (Hermannstadt) unter dem Titel „Fidem genusque servabo“ über Brukenthal und die Evangelische Kirche Siebenbürgens referieren. Nach einer Kaffeepause stehen um 10.30 Uhr die Beiträge von Dr. Kálmán Árpád Kovács (Szeged) über „Samuel von Brukenthal und die religionspolitischen Sonderberichte (Separatvoten) der 1760er und 1770er Jahre“, von Sever Cristian Oancea (Mainz) „Die Kommunikation des wahren Glaubens: Der Neu-Wiener Bischof Johann Heinrich von Kerens und Samuel von Brukenthal“ und Dr. Attila Verók (Erlau/Eger) über „Brukenthal und die erste Freimaurerloge in Halle“ auf dem Programm.

Die Museumsgründung, das Stiftungswesen und die Sammlungen rücken ab 13.30 Uhr in den Mittelpunkt der Tagung, referieren werden Dr.Gudrun Ittu (Hermannstadt) über die Gründung des Brukenthalmuseums, Dr. Rupert Graf Strachwitz (Berlin) über Brukenthals Stiftung im Kontext des europäischen Stiftungswesens seiner Zeit sowie Frank Thomas Ziegler (Kronstadt/Braşov) über die Sammlungspolitik am Brukenthalmuseum im 19. und in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts (bis zur Enteignung 1948). Ab 15.30 Uhr wird zum Thema „Familienbeziehungen und wissenschaftliche Kontakte“ getagt, vorgesehen sind die Beiträge von Dr. Lupold von Lehsten (Bensheim) über die Genealogie Samuel von Brukenthals und seiner Familie, von Rüdiger von Kraus (Boston) über die Familie von Kraus als Beispiel für den siebenbürgisch-sächsischen Kleinadel im Zeitalter Brukenthals, der Vortrag von Dr. Hansotto Drotloff (Drabenderhöhe) zu Brukenthal und Michael Conrad von Heydendorff sowie jener von Thomas Şindilariu (Kronstadt) über Johann Filtsch und Samuel von Brukenthal. Die Gartenanlagen und naturwissenschaftlichen Sammlungen werden sodann ab 17.30 Uhr thematisiert, Referenten sind Prof. Dr. Erika Schneider (Rastatt), die über Brukenthal als Förderer der Gartenkultur in Siebenbürgen im Kontext ihrer europäischen Entwicklung und sodann Dr. Mariann Juha (München) unter dem Titel „Regnum minerale. Sammeln und Systematisieren im 18. Jahrhundert“ referieren. Als Zusammenfassung spricht Hon.-Prof. Dr. Konrad Gündisch (München) zum Abschluss der wissenschaftlichen Tagung über Brukenthal als siebenbürgisch-sächsischer „Erinnerungsort“.











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