Staatspräsident: Die Regierenden gefährden die Zukunft des Landes

Tag der Vereinigung: Johannis beschwört Rumäniens europäisches Schicksal

Samstag, 26. Januar 2019

Der Cotroceni-Palast ist am Donnerstag ab 17 Uhr zum Anlass des Tages der Vereinigung der Fürstentümer Moldau und Walachei in den Farben der rumänischen Flagge beleuchtet worden. Klaus Johannis wohnte der Heiligen Messe im Patriarchenpalast bei und legte daraufhin einen Kranz vor der Statue von Alexandru Ioan Cuza, dem ersten Fürsten der vereinigten Fürstentümer, nieder. Foto: Präsidentschaft

Bukarest (ADZ) - Zum Tag der Vereinigung der rumänischen Fürstentümer hat Staatschef Klaus Johannis am Donnerstag die europäische Zukunft des Landes beschworen und hervorgehoben, dass „im Jahr 2019 das Schicksal des Landes nicht mehr von jenem der Europäischen Union als Friedens-, Wohlstands-, Sicherheits- und Kohäsionsprojekt getrennt werden kann“.

Bei einem aus Anlass des Feiertages organisierten Event des Patriarchats der Rumänisch-Orthodoxen Kirche hob das Staatsoberhaupt die europäischen Grundwerte – Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Freiheit und Gleichheit – hervor und stellte klar, dass „wahre Staatsmänner“ stets „zugunsten der Bürger“ handeln, wie es vor 160 Jahren die damalige Elite des Landes unter Beweis gestellt habe. Ihr Vorbild sei auch heute noch wegweisend, es sei an der Zeit, „jeglichen Populismus beiseite zu lassen und uns den Prioritäten der Menschen zuzuwenden“, so wie es schon Alexandru Ioan Cuza im Verlauf seiner kurzen Herrschaft getan habe, sagte Johannis am Donnerstag.

Tags davor hatte der Präsident in Jassy/Iași die Exekutive unter Ministerpräsidentin Vasilica Viorica Dancilă kritisiert und gewarnt, dass „diese Regierenden die Zukunft des Landes durch eine Maßnahmenflut gefährden“, deren Auswirkungen geradezu „desaströs“ seien. Außer einem „erbärmlichen legislativen und verwaltungspolitischen Herumgehopse“ habe die Regierung nichts vorzuweisen; statt sich Kernprioritäten wie Bildung und Infrastruktur zu widmen, habe sie es vorgezogen, auf „populistisches Getue“ zu setzen. Rumänien habe etwas Besseres als „diese gegenüber dem Land völlig verantwortungslosen Politiker“ verdient, sagte der Präsident anlässlich einer Feierlichkeit in der nordrumänischen Großstadt.

 

Kommentare zu diesem Artikel

Diet, 26.01 2019, 16:56
An diesem Satz ist nichts korrekt.
- Rumänien war vor 100 Jahre ein Königreich und kein Fürstentum
- “Siebenbürgen” war Teil des Königreichs Ungarn und auch kein Fürstentum (mehr)
- es war nicht nur Siebenbürgen, sondern auch Teile des Banats, der Krischana, Sathmar, Ugotscha, Maramuresch, Bukowina, Bessarabien und Silvanien
- es war ein Anschluss, keine Vereinigung, denn es geschah gegen den Willen des abgebenden Staates.
Bei allem Verständnis für den Wunsch Rumäniens nach einem “Nationalstaat”, sollte im Jahre 2019 Schluss sein mit der nationalkommunistischen Sprechweise der Ceausescuzeit.

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