Staatspräsident fordert tiefgehende Schulreform

Rund 4000 Schulgebäude ohne sanitäre Zulassung

Mittwoch, 16. September 2015

Bukarest (Mediafax/ADZ) – Präsident Klaus Johannis hat sich auf seiner Pressekonferenz im Schloss Cotroceni auf zwei Hauptaspekte im rumänischen Schulwesen bezogen: die Ausstattung und der Inhalt des Unterrichts.

In rund 4000 Schuleinheiten wurde der Unterricht ohne sanitäre Genehmigung begonnen. Wenn man bedenke, dass es 20.000 Schuleinheiten gibt, bedeute dies, dass ein Gebäude von fünf, in denen unterrichtet wird, keine sanitäre Zulassung hat. Dies sei eine nationale Schande. Den aktuellen Zustand könne man darauf zurückführen, dass bei der Dezentralisierung Ende der neunziger Jahre und in den ersten Jahren nach 2000 die Verantwortung für die Schulen auf die Kommunalbehörden abgeschoben wurde, der Staat habe sich zu rasch zurückgezogen. Die meisten Probleme gebe es in kleinen Gemeinschaften, wo man für die Schulen finanziell nicht aufkommen kann.

Johannis hält eine tiefgreifende Schulreform für nötig, die innerhalb von drei Jahren durchgeführt werden soll. Schulreformen habe es noch gegeben, fast jedes Jahr eine, nur sei dadurch fast nichts gelöst worden. Jetzt könne man sich vornehmen, die Angelegenheit innerhalb von drei Jahren – bis Schulbeginn 2018 – zu lösen. Das Hauptziel seien gute Absolventen, denen ein Arbeitsplatz angeboten wird.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 16.09 2015, 19:07
Ottmar,im Beitag von Herrn KREMM(kannst Du nicht mal mehr einen Namen nachschreiben) ging es um die Zeit bis 1900...Wie viele bayrische Wohnungen hatten in dieser Epoche wohl noch einen Brunnen vor´m Haus und ein Plumpsklo dahinter?Wir leben heute im 21. Jh. ,nicht mehr im 19. Jh.
Ottmar, 16.09 2015, 18:02
Dazu passt sehr gut der Artikel von Herrn Schremm. Ich zitiere:
"„Der Pope, sollte er sich waschen oder in ein Badehaus gehen, kann an jenem Tage keine Liturgie zelebrieren, und auch nach der Liturgie ist es ihm verboten, sich zu waschen. Und auch der Gläubige, wenn er sich waschen sollte oder ein Bad aufsuchte, müssen ihm die göttlichen Messgaben verwehrt werden.“ So lautet die Vorschrift 96 für Popen im 18. Jahrhundert, gültig bis weit ins 19. Jahrhundert hinein, festgeschrieben in den Kanons („glava“) der orthodoxen Kirche, als ritualisches Verbot von Wasser und Seife. "
Was braucht es denn an Hygiene in Rumänien. ist doch in der Orthodoxie verwurzelt.
Manfred, 16.09 2015, 12:51
So deutliche Ansagen erwartet die Bevölkerung des Öfteren.

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