Stadtrundgang mit Mobiltelefon

Initiative des Vereins „AIOS“ macht Informationen zu historischen Gebäuden leichter verfügbar

Mittwoch, 12. Juni 2013

[tefan Tudor Popa demonstriert, wie man mit dem Telefon den Code an der Stadtpfarrkirche fotografiert. Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Seit wenigen Tagen zieren kleine Täfeln mit kryptischen Mustern historische Gebäude rund um den Hermannstädter Huetplatz/Piaţa Huet. Technikaffine Passanten erkennen darin so genannte QR-Codes, hinter denen sich Informationen zu den jeweiligen Gebäuden befinden. Künftig sollen diese Tafeln an 60 bedeutsamen Gebäuden angebracht werden.

Das Kürzel QR steht im Englischen für „quick response“ und bedeutet „schnelle Antwort“. Praktisch kann jedermann diese Codes mit einem modernen Mobiltelefon fotografieren. Ausgerüstet mit einer entsprechenden Software erhält man dann Zugriff auf eine Internetseite, auf der sich nähere Informationen zum jeweiligen Gebäude finden. Bislang gibt es Informationen unter anderem über die evangelische Stadtpfarrkirche, das evangelische Pfarramt, die Brukenthalschule, oder den Sagturm.

Initiiert wurde das Projekt von der Organisation für die Verschönerung von Hermannstadt/Sibiu (AIOS). Deren Vorsitzender ist Ştefan Tudor Popa. Im Rahmen verschiedener Aktionen und Wettbewerbe kamen die QR-Codes erstmals zum Einsatz. Die Idee entwickelte sich dann im Laufe des vergangenen Jahres weiter, berichtet der 30-jährige Architekt.„Wir sind letztlich bei diesen Täfelchen angelangt.“ Realisiert wird das Projekt gemeinsam mit der Stiftung Heritas und dem Hermannstädter Unternehmen Neoma Solutions.

Insgesamt acht dieser Täfelchen finden sich rund um die evangelische Stadtpfarrkirche. „Bis Ende August werden wir solche Täfelchen an 60 Hermannstädter Gebäuden anbringen“, informiert Popa. Für die Auswahl der Gebäude zeichnet AIOS-Mitglied Răzvan Pop verantwortlich. Erst kürzlich wurde der Historiker an die Spitze der Kreisdirektion für Kultur und Denkmäler berufen. Er wähle die Gebäude nach ihrer historischen Bedeutsamkeit aus und verfasse auch die Informationstexte.

Bislang sind die Informationen nur in rumänischer Sprache verfügbar. Künftig sollen Übersetzungen in deutsch, englisch und französisch ergänzt werden. Das Projekt richtet sich in erster Linie an Touristen. „Aber auch die Hermannstädter sollen mehr über ihre Denkmäler erfahren“, meint Popa. Die Informationen sind nicht nur per Code, sondern auch über die Internetadresse www.bcity.ro zugänglich.

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