Standard and Poor’s bestätigt Rating Rumäniens

Entwarnung bei Übertragungseffekten durch griechische Banken

Dienstag, 29. Mai 2012

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Ratingagentur Standard and Poor’s (S&P) hat am vergangenen Freitag das Rating Rumäniens auf „BB+“ mit stabilem Ausblick belassen. Die Bewertung ist derzeit zwar durch geringe Prosperität und der Anfälligkeit gegenüber externen Schocks durch die Dominanz österreichischer und griechischer Banken belastet, heißt es in der Begründung von S&P, das rückläufige Haushaltsdefizit, die verbesserte Leistungsbilanz sowie die Unterstützung durch den IWF halten die Lage aber unter Kontrolle. Der „stabile Ausblick“ bedeutet nach S&P Einschätzung, dass Rumänien auch in Zukunft Haushaltsdisziplin bewahren und Stabilitätsziele weitgehend umsetzen wird.

Entwarnung gibt Standard & Poor’s bezüglich der aktuellen Bedrohung durch die griechische Bankenkrise. Die Ratingagentur glaubt an eine hohe Eigenständigkeit der rumänischen Tochtergesellschaften und hält die Gefahr von Übertragungseffekten für gering. Etwa 83 Prozent der Aktiva der rumänischen Banken werden durch Finanzinstitute aus dem Ausland kontrolliert: 39 Prozent entfallen auf österreichische und 13 Prozent auf griechische Banken. Die Agentur weißt darauf hin, dass verstärkte Vorsichtsmaßnahmen und Regelungen die Entnahme von Vermögen durch die Muttergesellschaften beschränken.

S&P prognostiziert eine verringertes Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent im Vorjahr auf 1,2 Prozent in 2012, aufgrund der verminderten Binnen- und Auslandsnachfrage. Mittelfristig wird aber ein Wachstum des Bruttonlandproduktes (PIB) von 3,5 Prozent erwartet. Höhere Investitionen und der verstärkte Einsatz von EU-Mitteln sollen Konsumausgaben und Exporte stützen.

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