Start in die internationale Karriere

Arcadia-Quartett gewinnt die „Wigmore Hall Competition“ in London

Samstag, 14. April 2012

Zsolt Török, Ana Török, Răsvan Dumitru und Traian Boală (v. l.) Foto: Arcadia Quartet

Am ersten Aprilwochenende wurde das Arcadia-Quartett aus Klausenburg/Cluj nach dem Finale des internationalen Streichquartett-Wettbewerbs Wigmore Hall London mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Das rumänische Ensemble habe Publikum und Jury vor allem mit der Interpretation des Quartetts in a-Moll Op. 13 Nr. 2 von Mendelssohn beeindruckt, so die offizielle Pressemitteilung des Wigmore Hall. Der Beethoven-Preis ging ebenfalls an „Arcadia“. Den zweiten und dritten Preis erhielten das polnische Meccorre-Quartett, bzw. das amerikanische Tesla-Quartett.

„Arcadia“ wurde in der Klausenburger Musikakademie „Gh. Dima” gegründet, als die Mitglieder des Ensembles noch Studenten von Nicuşor Silaghi im Fach Kammermusik waren. Wigmore Hall ist bisher ihr wichtigster, doch nicht ihr erster Erfolg: Sie gewannen Preise in Klausenburg (Mozart-Wettbewerb 2006, Ferdinand-Weiss-Wettbewerb 2007), in der Schweiz (Lugano, 2009), in Deutschland (Hamburg, 2009) und in den Niederlanden (Almere, 2011). Ihre erste CD nahmen sie beim Norddeutschen Rundfunk Kultur für die Plattenfirma Fontenay Classics auf. Im Rahmen von Meisterklassen wurden die Mitglieder von „Arcadia“ von namhaften Kammermusikern und bekannten Streichquartetten („Belcea“, „Ad Libitum“, „Artis“, „Voces“, „Bartók“, „Alban Berg“) unterrichtet. 2010 und 2011 studierten sie bei Prof. Johannes Meissl an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.
 
Doch wer sind die jungen Musiker? Ana Török (Violine I, geb. 1984) stammt aus Neustadt/Baia Mare, hat in Klausenburg studiert und ist seit 2008 erste Konzertmeisterin des Orchesters der dortigen Staatsphilharmonie. Der gleichaltrige Violinist Răsvan Dumitru ist Kronstädter, war von 2007 bis 2011 Konzertmeister an der Rumänischen Nationaloper Klausenburg und ist seit 2008 Stimmführer der Zweiten Violine im Rumänischen Jugendorchester (Orchestra Naţională de Tineret a României). Zurzeit promoviert er an der Musikakademie „Gh. Dima“. Traian Boală (Viola, geb. 1978) kommt aus Konstanza/Constanţa, hat sein Studium in Kronstadt/Braşov und Klausenburg absolviert, ist mehrfacher Preisträger und gegenwärtig Mitglied des philharmonischen Orchesters Klausenburg, wie auch sein Quartett-Kollege Zsolt Török (geb. 1984). Der Cellist stammt aus einer Klausenburger Musikerfamilie und ist landesweit als Solist aufgetreten.

Der nächste Auftritt von „Arcadia“ hierzulande soll am 25. Juli im Rumänischen Athenäum in Bukarest stattfinden, so die offizielle Homepage des Ensembles www.arcadiaquartet.com Als Nachklang zum Erfolg in London steht im Terminkalender des Quartetts für den Herbst 2013 eine Konzertreise in Großbritannien.

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