Status, Dialog und Kultur

Der neue Band der „Kärntner Dokumentation“ wurde im Forumshaus vorgestellt

Mittwoch, 25. September 2013

Hermannstadt - Die Vorstellung des 28./29. Bandes der „Kärtner Dokumentationen“ fand am Freitagabend im Spiegelsaal des Forumshauses in Hermannstadt/Sibiu statt. Die im Buch abgedruckten Vorträge wurden bei den „Europäischen Volksgruppenkongressen“ 2011 und 2012 in Klagenfurt am Wörthersee gehalten. Die Tagungen beschäftigten sich im Vorjahr mit dem Thema „Begegnung, Dialog und Kultur: Instrumente der Volksgruppenverständigung“ und vor zwei Jahren „Autochthon-allochthon-autonom. Status und Selbstverständnis europäischer Volksgruppen“.

Das Buch wurde von Dr. Hans Klein, dem Vorsitzenden des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt, vorgestellt. Die Publikation biete einen Überblick über die verschiedenen konfessionellen oder ethnischen Minderheiten, meinte Klein. „Wobei wir hier in Siebenbürgen in diesem Sinne doppelte Minderheiten haben – Ungarn und Siebenbürger Sachsen“, erklärte Klein. Das Buch sei lesenswert, um „darüber nachzudenken, was bei uns noch anders werden kann“, schloss er.

Die vielseitigen Beziehungen zwischen Hermannstadt und Klagenfurt unterstrich in seiner Ansprache Udo Puschnig vom Amt der Kärntner Landesregierung und einer der Herausgeber des Bandes. Der kulturelle und personelle Austausch zwischen den beiden Städten werde nicht nur durch die Städtepartnerschaft, sondern auch durch die Partnerschaft der evangelischen Gemeinden gefördert, so Puschnig, der gleichzeitig der Kurator der evangelischen Pfarrgemeinde Johanneskirche in Klagenfurt ist.

An der Buchvorstellung im Forumshaus nahmen die beiden Kongressreferenten aus Rumänien Ilie Dan Nanu und Erwin Josef Ţigla teil, die ihre Vorträge in Zusammenfassung präsentierten. Nanu berichtete beim Kongress 2011 über „Die ungarische Minderheit in Rumänien nach 1989“ und Ţigla hielt ein Jahr später ein Referat mit dem Thema „Eintracht in Vielfalt. Das Banater Bergland: ein kleines Europa“. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch die Blaskapelle „Forumusica“ unter der Leitung von Viorel Mailat, die „altösterreichische Musik aus Hermannstadt“ gespielt hat.

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