Steaua Bukarest vom Platz gefegt

Fußball-Ausflug nach England steht an

Mittwoch, 17. August 2016

Foto: Agerpres

Fünf Gegentore und zwei verschossene Elfmeter – der Unterschied zwischen Steaua Bukarest und Manchester City, aber auch zwischen dem rumänischen und dem westeuropäischen Fußball stand klar ersichtlich am Dienstagabend auf der Anzeigetafel der Bukarester National-Arena. Wer im Nachhinein von „Demütigung“ sprach, lag nicht daneben und der in dieser Rubrik erwähnte Aspekt, dass zu den rumänischen Mannschaften besser die Europa-League passt, ist spätestens seit dem 0:5 (0:2) von Steaua gegen Manchester City offensichtlich. Aguero (3), Silva und Nolito waren die Torschützen des Vierten der vergangenen Saison in der Premier League beim rumänischen Vizemeister Steaua Bukarest im Playoff-Hinspiel für die Qualifikation in die Champions-League-Gruppenphase.

„Ein Katz-und-Maus-Spiel” habe er gesehen, sagte der Steaua-Geldgeber Gigi Becali nach der Partie. In seiner bekannten Manier, mit häufigem Sinneswandel, sprach er vor der Begegnung gegen Manchester City von weiteren Neueinkäufen, nach dem Spiel erwähnte er, dass sich künftige Finanzierungen erübrigen. Es ist eben eine typisch rumänische Denkweise, die von Gemütszuständen und Momentaufnahmen geprägt sind. In westlichen Fußball-Gefilden ist gerade ein Misserfolg Ansporn zu weiteren Investitionen. Ohnehin sei darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Qualifikation in die Gruppenphase der Champions-League gegen Manchester City extrem gering war. Nicht zuletzt: Sollte die Konfrontation mit den Großen des Weltfußballs in der Gruppe erfolgen, und da sechs qualvolle Spiele anstehen? Sicher hat die Club-Kasse geklingelt, doch allein das müsste vorerst reichen und die Millionen aus der Europa-League tun dem Verein ebenfalls gut. Für Prestige und Punktewertung ist die Europa-League das bessere Pflaster – auch dafür dürften sich die Millionen von Mäzen Becali lohnen.
Muniru konnte keinen Augenblick lang den verletzten Sechser Mihai Pintilii ersetzen, Enache bleibt einen Improvisation als rechter Verteidiger, Toşca stand komplett neben der Spur. Allein Torhüter Niţă hielt das Resultat im einstelligen Bereich. Aguero schaffte es, innerhalb weniger Minuten gar zwei Strafstöße zu verballern, mit seinen drei Treffern dürfte er jedoch seinen Trainer Pep Guardiola zumindest halbwegs versöhnt haben. Das Rückspiel ist für den kommenden Mittwoch in Großbritannien angesagt.

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