Stefan Popa Popa’s neuer Temescher Ehrenbürger

Dienstag, 24. März 2015

Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar - Auf Vorschlag von Titu Bojin, dem Vorsitzenden des Temescher Kreisrats, wird der Kreisrat dem bekannten Temeswarer Karrikaturisten Stefan Popa Popa´s den Titel eines Temescher Ehrenbürgers verleihen. Nach Daniel (geb. mit dem bürgerlichen Namen Dan Ilie Ciobotea 1951 in Dobreşti, Kreis Temesch), dem Patriarchen der rumänischen orthodoxen Kirche, ist dies erst der zweite Ehrenbürger des Landeskreises Temesch. Stefan Popa, der derzeit wohl bekannteste rumänische Karrikaturist, ist Wahltemeswarer: 1955 in Karansebesch/ Caransebe{. Kreis Karasch-Severin, geboren, besuchte er das Kunstlyzeum und darauf die Technische Hochschule in Temeswar/Timişoara, aber auch die Akademie der Visuellen Künste in Poitiers (Frankreich). Seine erste Zeichnung veröffentlichte er mit sieben Jahren.

Als 19-Jähriger wurde der talentierte Karrikaturist von Henri Coursaget, dem ersten UNESCO-Präsidenten, entdeckt. Beim Internationalen Karrikaturen-Festival von Saint-Esteve stellte er seinen ersten Weltrekord (1527 Farbportraits in zehn Tagen und zehn Nächten Dauerzeichnen) auf, 1995 überbot er seinen eigenen Rekord mit 2772 Karrikaturen. Er gründete mit der Akademie Popa´s die erste Karrikaturistenschule Rumäniens in der Begastadt. Stefan Popa hat bisher u.a. die Porträts von über 200 Staats- und Regierungschefs der Welt realisiert. Auf internationaler Ebene wurde er mit 58 Preisen, u.a. mehrmals mit dem UNESCO-Preis, den Großen Preisen von Confolens, Tokyo und Moskau, ausgezeichnet.

Popa ist Mitglied des internationalen Vereins der Bildenden Künstler (UNESCO). Überraschend und nicht gerade schmeichelhaft für die Stadt Temeswar erscheint die Tatsache, dass der Künstler, bestimmt einer der derzeit weltbekanntesten Temeswarer, höchstwahrscheinlich wegen seiner konstant kritischen Haltung gegenüber der Stadtverwaltung, bisher noch nicht den Ehrenbürgertitel der Stadt Temeswar erhalten hat, dafür ist er jedoch geschätzter Ehrenbürger von anderen 26 Städten Rumäniens u.a. auch von Klausenburg/ Cluj-Napoca.

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