Steuererleichterungen in fünf Punkten angekündigt

Mehrwertsteuer erst nach Einnahmen bezahlen

Mittwoch, 18. Juli 2012

Victor Ponta bei einer Pressekonferenz im Victoria-Palast Foto: gov.ro

Bukarest (ADZ) - Am Montag hat Premier Victor Ponta mehrere Maßnahmen angekündigt, welche der Wirtschaft entgegenkommen sollen. Als erstes sollen Unternehmen, deren Umsatz unter 500.000 Euro im Jahr liegt, die Mehrwertsteuer erst beim Einkassieren des Geldes begleichen und nicht mehr, wie bisher, schon bei der Ausstellung der Rechnung. Laut Ponta würde dies 92 Prozent der Firmen betreffen.

Weiter werden Arbeitgeber, die Arbeitslose unter 25 Jahren oder über 55 Jahren einstellen, für ein Jahr von der Ausrichtung der Sozialabgaben befreit, sofern sie die Personen für noch ein weiteres Jahr beschäftigen. Auf der Seite der Arbeitnehmer werden allerdings die Sozialabgaben wie bisher abgerechnet.

Eine dritte Maßnahme sieht vor, dass Firmen, die im Zeitraum zwischen dem 1. September und 31. Dezember 2012 ihre überfälligen Schulden sowie die entsprechenden Zinsen an den Staat bezahlen, von den aufkommenden Strafzahlungen befreit werden. Viertens sollen Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung zu 50 Prozent – anstatt wie bisher 20 Prozent – von den Steuern absetzbar sein. Die fünfte Maßnahme betrifft die Abrechnung der Mehrwertsteuer im Rahmen von EU-finanzierten Projekten. Die Maßnahmen können erst nach Gesprächen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Kraft treten. Die IWF-Mission wird erst in der Woche nach dem Referendum vom 29. Juli anreisen.

Kommentare zu diesem Artikel

Gerd, 20.07 2012, 15:46
hallo Helmut, du bist ja sehr oft mit Kommentaren vertreten-wer bist du?würde gerne mal mit dir Meinungen austauschen
dawoissleib@gmx.net
sraffa, 19.07 2012, 17:32
Also, ein sehr großer Wurf sind diese Reformen noch nicht . Statt der Gesetze sollte nun die Praxis der Steuerbeitreibung verbessert werden - das allein ist schon eine Herkulesaufgabe.
Helmut, 18.07 2012, 12:12
Jawohl,so ist es richtig.Schluß mit diesen ganzen Diskussionen um dieses Referendum.
Diese geplanten Maßnahmen sind vollkommen richtig und ein guter Schritt für die weitere soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes.Nur so weiter machen.

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