Steuerhinterziehung für Geschäftsleute unvermeidbar

Mugur Isărescu über Steuern und Gebühren

Samstag, 25. Februar 2012

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Der Gouverneur der Nationalbank (BNR), Mugur Isărescu, hat sich Donnerstag auf einer Konferenz über den Kapitalmarkt zum System der Steuern und Gebühren in Rumänien geäußert. Dieses System sei derartig belastend, dass einem Unternehmer oder Manager nichts anders übrig bleibe, als Steuern zu hinterziehen.

Das wiederum sei ein Hindernis in der Bildung des Kapitalmarkts in Rumänien. Ein zweites Problem sei die Transparenz: Viele Unternehmer würden bei der Börse nicht angeben, was sie tatsächlich besitzen. Nun würden die Zeitungen bestimmt schreiben, dass der Gouverneur der Nationalbank wieder das Steuersystem kritisiert habe und der Finanzminister könnte sich aufregen. Dieses System müsse jedenfalls vereinfacht werden, das ginge nur durch kleine Schritte und einiges habe man schon getan.
Andererseits würde der Verkauf von Minderheitspaketen des Staates an der Börse, die er bei einigen großen Gesellschaften innehat, dazu führen, dass sich die Börse entwickelt.

Es sei auch schwierig, das Vertrauen der Investoren zu gewinnen. Das könne nicht eine Regierung oder ein Minister tun. Aber die Börse könnte diesbezüglich eine Rolle spielen und derartig ein Partner für Finanzierungen werden. Auch er, Isărescu, würde mit seinem Weinbetrieb an die Börse gehen, um einen Finanzpartner zu finden.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*