Stoltenberg und Johannis weihen NATO-Hauptquartier ein

„Rumänien kann auf die NATO bauen und die NATO auf Rumänien“

Samstag, 04. Juli 2015

Donnerstag wurde in festlichem Rahmen das neue Hauptquartier der NATO in Bukarest eingeweiht.
Foto: Mediafax

Bukarest (ADZ) - NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Staatschef Klaus Johannis das Engagement Rumäniens im Rahmen des Verteidigungsbündnisses gewürdigt. Das Land sei ein „entschlossener Partner“ der NATO und leiste einen wichtigen Beitrag zur gemeinsamen Sicherheit, Rumänien könne „auf die NATO bauen und die NATO auf Rumänien“, sagte deren Generalsekretär.  Im Kontext eines „sich immer stärker behauptenden Russlands, einschließlich durch Grenzänderungen“, der zunehmenden terroristischen Bedrohungen sowie Cyber-Angriffe u. a. müssten die „Verteidigungskapazitäten“ des Bündnisses konsolidiert werden, „damit unsere Staaten in Sicherheit sind“.

Staatschef Johannis hob hervor, dass Rumänien durch seine neue Verteidigungsstrategie nicht nur ein Empfänger der vom Bündnis gebotenen Sicherheit, sondern auch ein Anbieter von Sicherheit sein wolle. Weder Konfrontationen noch eine Rückkehr zum Kalten Krieg seien wünschenswert.

Weitere Gespräche führte Stoltenberg mit Verteidigungsminister Mircea Duşa und Außenminister Bogdan Aurescu, abschließend weihte der NATO-Generalsekretär dann gemeinsam mit Präsident Johannis, Interimspremier Gabriel Oprea und Verteidigungsminister Duşa das neue Hauptquartier der NATO Force Integration Unit (NFIU) in Bukarest ein, das ab September voll funktionsfähig sein soll.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 09.07 2015, 02:18
ein souveräner Staat sollte keine fremden Truppen auf seinem Hoheitsgebiet tolerieren, auch keine amerikanischen!
paul, 07.07 2015, 01:28
Sehe ich ähnlich wie thomas und RJ, das dumme ist nur das Rumänien und die anderen Osteuropäer in vergleich zu den alten EU Länder zZ. andere Prioritäten hätten als den Verteidigungshaushalt zu erhöhen. Die amis und die deutschen auch stehen jetzt ca. 150km vor ehemals Stalingrad. De ja vu was ? Die Ukraine gab es noch nicht bis 1990 die drängen auch Richtung Delta, die Schlangen Insel haben Sie sich dankend angenommen. Na ja hätte man die zusammenarbeit mit den Russen gesucht und nicht die Konfrontation dann könnte man den 1% mehr vom BIP für Investitionen verwenden können. Kann man auch machen wenn man sich nicht völlig aufgibt und die eigenen interessen ganz aufgibt und anderen unterordnet.
Rolf Joachim, 06.07 2015, 18:11
Ich sehe Russland seit 1989 nur auf dem Rückzug. Sie haben Berlin und die DDR freigegeben. Sie haben den gesamten Osten geräumt. Nachgerückt ist die Nato.
Man hat die Gutmütigkeit Russlands ausgenutzt und verraten. Hier werden die Tatsachen verdreht und die Menschen falsch informiert!
thomas, 06.07 2015, 15:26
Im Kontext eines „sich immer stärker behauptenden Russlands, einschließlich durch Grenzänderungen“ - hier wird doch die Ausweitung der NATO beschrieben, vgl. die Geschichte Russlands - es hat nie ein eigenständiges Land Krim gegeben. Soll ich mich freuen wie anscheinend Herr Johannis meint, daß die Rumänen bereit sind gegen ihre Interessen die NATO zu beheimaten und natürlich auch zu zahlen?

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