Straßengestaltung in Temeswar durch Sponsoring

Dienstag, 18. September 2012

Temeswar- Zu einer Doppelpremiere für die Stadt Temeswar nach der Wende kam es am letzten Wochenende: Als offizieller Start der Woche der Europäischen Mobilität im Banat, wurde in der Begastadt die Mărăşeşti-Straße, eine der ältesten und repräsentativsten Straßen des historischen Stadtkerns, festlich als erste von der Wirtschaft gesponserte Fußgängerzone Temeswars eröffnet.

Das im Beisein von Bürgermeister Nicolae Robu, der beiden Vizebürgermeister Sorin Grindeanu und Dan Diaconu, zahlreicher Stadträte und Ehrengäste und vieler Temeswarer. Musikalisch wurde der Festakt von der Franz-Hofner-Blaskapelle Timi{oara Big Band und der Schlagzeug-Gruppe Splash untermalt. Für das zahlreiche Publikum wurde auch eine Fotoausstellung zum Thema Temeswar sowie ein kleiner Antiquitätenmarkt eröffnet.

Mit der Umwandlung dieser Straße in eine Fußgängerstraße wurde das schon von der früheren Ciuhandu-Stadtverwaltung gestartete städtische Großvorhaben bzw. der Umbau der gesamten historischen Innenstadt in eine Fußgängerzone erfolgreich fortgesetzt. Als interessantes und mit Anhieb erfolgreiches Novum ist die Initiative der neuen USL-Kommunalverwaltung Straßenumbauten über „Patenschaften“ zu werten.

Das erste schöne Ergebnis dieser Stadtinitiative ist demnach die Übernahme eines Sponsorings für die Mărăşeşti-Straße durch den deutschen Konzern Continental. Der bekannte Reifenproduzent „Continental“, erste Großfirma, die im Rahmen dieses Stadtprojekts mitmacht, sponserte die Stadt mit 25.000 Euro. Das reichte vorerst für ein modernisiertes Straßenbild, das heißt für einen neuen Asphaltbelag, für 25 Holzbänke, 50 Papierkörbe und 50 Blumentöpfe.  

Die Temeswarer Firmengruppe Bega Group wird sich ebenfalls an der Ausgestaltung beteiligen. Laut Vizebürgermeister wird diese die Kosten für die Einrichtung von Springbrunnen und Skulpturen tragen. Auch Ioan Gârboni, Direktor der Staatsphilharmonie „Banatul“, versprach, mit den Banater Philharmonikern verschiedene kulturelle Tätigkeiten zu unterstützen.

Einen Pluspunkt erhielten die Initiatoren und Organisatoren auch von den zufriedenen Anrainern: Das gesamte Durcheinander an Kabel wurde von der Straße entfernt, an den Fassaden der Bauten wurden neue Beleuchtungskörper angebracht, die nun zu abendlichen Spaziergängen einladen.
„Es ist nur der Anfang“, versprach Vizebürgermeister Dan Diaconu. Im Rahmen des Projekts zur Sanierung des historischen Stadtzentrums sollen weitere zehn Straßen der Innenstadt zu Fußgängerzonen umfunktioniert werden.

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