Straßenproteste gegen politische Korruption und Änderungen des Strafgesetzbuches

Regierungssitz: Einsatzkräfte gingen mit Pfefferspray gegen Demonstranten vor

Dienstag, 17. Dezember 2013

Als „Terroristen der Demokratie“ bezeichneten die am Sonntag in Bukarest protestierenden Menschen die rumänischen Parlamentsabgeordneten. In Sprechchören wurde wiederholt die Auflösung der Legislative gefordert, wofür inzwischen auch eine Bürgereingabe eingeleitet worden ist.
Foto: Christian Binder

Bukarest (ADZ) - Bei Straßenprotesten gegen die korrupte politische Klasse im Allgemeinen und die vom Parlament verabschiedeten Änderungen des Strafgesetzbuches im Besonderen ist es am Sonntagabend zu vereinzelten Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizei gekommen.

Zu den Protesten gegen die „Halunken im Parlament“ hatte die Bewegung „Geeint retten“ („Uniţi salvăm“) aufgerufen, die bereits die Dauerdemos gegen das Goldprojekt Roşia Montană organisiert hatte. Die zunächst am Uni-Platz versammelten knapp tausend Menschen forderten den Rücktritt der Regierung Ponta und die Auflösung des Parlaments, in Sprechchören wurde „Schande“, „Superimmunität für Superillegalitäten“ und „Geeint retten wir ganz Rumänien“ gerufen.

Bei ihrem Versuch, über den Magheru-Boulevard zum Regierungssitz zu marschieren, wurden die Demonstranten jedoch von einem massiven Polizeiaufgebot abgeblockt, die meisten Menschen wichen auf die Calea Victoriei aus, wodurch der Verkehr zeitweilig lahmgelegt wurde und es schließlich zu Rangeleien mit den Einsatzkräften kam. Dem Marsch zum Regierungssitz schlossen sich weitere Bukarester an, sodass die Piaţa Victoriei vor dem Regierungsgebäude schließlich von rund 2000 Menschen besetzt wurde. Hier kam es allerdings zu Ausschreitungen, da einige Demonstranten Fackeln und Bengalos in Richtung der Einsatzkräfte warfen.

Die Gendarmerie setzte daraufhin Pfefferspray ein und nahm vier Protestler fest. Nach Angaben von Polizeisprecher Georgian Enache soll es sich bei den Aggressoren um Rowdies des Fußballclubs „Steaua Bukarest“ gehandelt haben, die sich unter die Demonstranten gemischt hatten. Die Organisatoren der Demo verlauteten ihrerseits, dass mindestens ein Protestler verletzt wurde und zudem einer der vier Festgenommenen auf dem Polizeirevier verprügelt worden sei. Gendarmeriechef Mircea Olaru wurde am Montagmorgen zum Innenministerium beordert – offenbar wegen der Vorwürfe über ein allzu hartes Vorgehen der Einsatzkräfte gegen die Demonstranten. Schon tags davor hatten in Bukarest mehr als tausend Menschen gegen die hochumstrittenen Änderungen des Strafgesetzbuches protestiert – zur Kundgebung hatte die bürgerliche „Volksbewegung“ aufgerufen.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 19.12 2013, 02:27
Herr Sraffa ich bin nicht zwei ,ich bin eine Million.Aber mal was anderes,.Es könnte sein das ich sie schon mal gesehen habe oder ihren Namen gehört habe. Ich war im Sommer mir meiner rumänischen Polizistin unter anderem auch in Bukarest.Wir saßen vor einem Cafe da viel der Name ,ich schaute mich um konnte aber nicht mehr lokalisieren wär da gemeint war. Ich habe so das Gefühl das sie gar nicht weit weg von mir wohnen.Denn ich würde den romanisierten gerne einmal ein Bild von ihnen schicken und was sie so machen .Der Zufall der ist manchmal ein Schalk. Ich würde mich wenigstens freuen hinter die Maske eines romanisierten mal zu schauen.
Sraffa, 19.12 2013, 02:07
Hinter Norbert verstecken sich zumindest 2 Schreiberlinge. Genauso gut könnte ich hier als Angela Merkel auftreten.
Ludowig, 18.12 2013, 20:38
Ich kann nicht glauben, daß es sich bei dem unter "Norbert, 17.12.2013,16:15" verfaßten Artikel um den uns allen bekannten, völlig sinnentleerten gehirnamputierten NORBERT handeln soll...Ich habe den Eindruck, da schreibt jemand im Sinne von..... einer lügt.., ansonsten stimme ich Straffe zu, zumindest was die "Bild" betrifft
Sraffa, 18.12 2013, 00:35
Wir lernen nun daß Norbert zumindest die Bildzeitung liest.Und immer wieder spüre ich aus seinen Sätzen die Frustration des entwurzelten Wirtschaftsasylanten.
Norbert, 17.12 2013, 17:15
Schau mer mal ob die rumänischen Demonstraten den gleichen Power haben wie die Ukrainer.Die Ukrainer haben ein Klitschko.Dieser Klitschko hat eine zweite Heimat.Das ist Hamburg.Er sagte seiner Frau bleibe du mit den Kindern in Hamburg da seit ihr sicher.Der Klitschko ist in Deutschland zu dem geworden was er heute ist.Dort ist er Mensch.Er schrieb heute in der Bildzeitung (jeden Tag schreibt er in der Bildzeitung).Er möchte den deutschen Außenminister als Vermittler haben).Die deutschen lieben den Klitschko auch seinen Bruder.Und die deutsche Politik wird sich zusammen mit den Franzosen stark für Klitschko und der Ukraine einsetzen. Dieses oder etwas ähnliches habe ich von Rumänien noch nie gehört. Da hört die deutsche Politik nur (Verarschung Verarschung Verarschung).Deswegen hat Rumänien die nächsten 10 Jahre nichts zu melden.Außer eine rund um die Uhr Überwachung.EZB ;IWF.die EU .selbst die amerikaner zeigen verstärkt mit dem Finger nach Rumänien. In der Ukraine sind die Amerikaner vor Ort.Im Jahr 2014 wird der EU Staatsanwalt installiert.(Aufgabenbereich für alle EU Staaten eigene Ermittlung eigene Anklage und eigen Verurteilung.Dann mal viel Spass Rumänien. Das baldige Romaland.

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