Straßenverwaltung verweigerte Gelder

Arader Kreisrat droht mit weiteren Prozessen

Mittwoch, 09. Juli 2014

Der Frachtterminal am Flughafen von Arad (Luftaufnahme) wird zum Teil umgebaut und umfunktioniert. Auf dem neuen Areal sollen künftig Passagiere abgefertigt werden und den Flughafen für weitere Gesellschaften interessant machen. Daraus ergäbe sich dann Potenzial für 200.000 Durchreisende pro Jahr. Zur Zeit fliegt eine einzige Fluggesellschaft von und nach Arad, die die westrumänische Stadt mit Mailand (Bergamo) verbindet. Foto: Maxair

Drei Millionen Lei muss die Behörde für die Verwaltung von Nationalstraßen und Autobahnen CNADNR an den Flughafen der westrumänischen Stadt Arad bezahlen. Die Verwaltung des Airports hatte einen Prozess angestrengt und gewonnen, nachdem CNADNR Auflagen nicht nachgekommen war: Der Flughafen hatte einen Teil seines Nutzungsgeländes zur Errichtung einer Autobahn zur Verfügung gestellt, im Gegenzug jedoch erwartet, dass die Straßenverwaltung die dadurch in Mitleidenschaft gezogene Beleuchtung der Landebahn wieder in Ordnung bringt. Trotz Vereinbarung, dass CNADNR die anfallenden Kosten begleicht, war eine Klage vor Gericht notwendig geworden. 

Auf genau 2.940.147 Lei beläuft sich die Summe, die die Straßenverwaltung an den Flughafen bezahlen muss. Dies hat der Oberste Gerichtshof nach dem Prozess zwischen den beiden Seiten beschlossen. Die Summe steht als Ausgleich für die Investitionen, die der Flughafen und der Kreisrat getätigt haben, um die Pistenbeleuchtung neu zu erstellen, nachdem die Autobahn über ein Grundstück führt, das ehemals zum Flughafen gehörte.

Der Arader Flughafendirektor Dan Balacel sagt, dass der Kreisrat im Frühjahr 2009 eine Fläche von 43.000 Quadratmetern des Flughafengeländes an CNADNR abgetreten habe, um diese zur Errichtung der Umgehungsstraße von Arad - Teil der West-Autobahn - zu nutzen. „Diese Übergabe erfolgte unter der Bedingung, dass aus dem Haushalt der Autobahn auch die Änderungen an der Beleuchtung gedeckt werden“, sagt Balacel Mediafax gegenüber.

Die Landebahn ist durch den Autobahnbau um 180 Meter verkürzt worden und die Beleuchtung musste verlegt und neu gestaltet werden, sagt der Flughafenleiter. „Ohne diese Beleuchtung ist eine Nutzung des Flughafens bei Nacht oder sonstigen schlechten Sichtverhältnissen nicht möglich“, setzt Dan Balacel fort.

Der Kreisratspräsident in Arad, Nicolae Iotcu, weist zum einen auf die Kosten hin, die der Umbau erforderte, und droht CNADNR mit einem weiteren Prozess. Für die Stromversorgung hunderter Glühbirnen mussten 45 Kilometer Spezialkabel verlegt werden, sagt Iotcu, dessen Behörde Hauptaktionär des Arader Airports ist. Aus kommunalen Fonds musste die Summe gedeckt werden, wobei unter anderen ein Kredit notwendig wurde, für den der Kreisrat bürgte. „Nach dem Prozessgewinn um die Gelder zurückzuholen, werden wir ein weiteres Gerichtsverfahren einleiten, und beanspruchen Sanktionen für die Verzögerungen, aber auch für den Schaden den wir durch die verzögerte Bezahlung hatten. Alles sei momentan in einer Evaluierungsphase, so Iotcu. „Es könnte sein, dass wir sogar moralischen Schadensersatz fordern, da der Flughafen einen Imageverlust hinnehmen musste, als Flugzeuge umgelotst werden mussten, da die technischen Bedingungen nicht gegeben waren“.

Kommentare zu diesem Artikel

Jens, 09.07 2014, 13:26
Hmm, Spezielkabel mussten verlegt werden. Aber die Landebahn ist kürzer geworden. Ein Schelm wer da böses denkt.

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